Abgasaffäre

A6 und A7: Audi startet am Mittwoch Rückruf von TDI-Modellen

Diesel-Nachrüstungen: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

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Mehr als 150.000 Audi-Diesel müssen in die Werkstatt. Den Anfang macht der A6 mit 3.0 TDI-Motor. Danach folgen noch weitere Rückrufe.

Ingollstadt/Berlin.  Der bayerische Autobauer Audi startet an diesem Mittwoch den „ersten von insgesamt acht Rückrufen für Autos mit V-TDI-Motoren“. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit.

Nach der Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beordere Audi damit zunächst rund 31.200 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück – vor allem A6 und A7. Insgesamt seien von den acht Bescheiden bundesweit rund 151.000 Autos der Mittel- und Oberklasse betroffen, hieß es weiter.

Audi ist in die Dieselaffäre um manipulierte Abgasvorrichtungen involviert. Erst Mitte Oktober hatte die Staatsanwaltschaft München der VW-Tochter in der Dieselaffäre ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro aufgebrummt. Audi akzeptierte die Strafe. Grund für das Bußgeld waren „Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben“ bei bestimmten Dieselmotoren.

Rückruf: Audi A6 und A7 machen den Anfang

Ende Oktober war der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler nach rund vier Monaten wieder aus der U-Haft entlassen worden. Das Oberlandesgericht München setzte den Haftbefehl vom Juni gegen Auflagen außer Vollzug. Der Betrugsverdacht im Zusammenhang mit der Abgasaffäre bestehe aber weiter, teilte das Gericht seinerzeit mit.

„Unser Anspruch ist und bleibt es, die Dieselkrise konsequent und lückenlos aufzuarbeiten“, sagt nun Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung und IT: „Nach den detaillierten technischen Analysen können wir nun konkrete Lösungen anbieten, um die technischen Vorgaben des KBA vollumfänglich zu erfüllen.“

Bei der ersten Rückruf-Welle gehe es bundesweit um die Modelle Audi A6 und Audi A7 Sportback. Konkret handle es sich um 31.200 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2015 bis 2018, die von einem 3.0 TDI-Motor mit einer Leistung von 200 kW angetrieben werden.

Im Rahmen des Rückrufs werde „ein Software-Baustein aus der Motorsteuerung entfernt“, so Audi. Dieses Update sei kostenfrei und werde sich weder auf Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionswerte, Motorleistung, maximales Drehmoment und Geräuschemissionen noch auf die Dauerhaltbarkeit des Motors und des Abgasnachbehandlungssystems negativ auswirken. (W.B.)