Umweltschutz

Holsten-Mutter Carlsberg entwickelt Bierflasche aus Pappe

Carlsberg plant eine Flasche aus Pappe

Foto: Carlsberg

Carlsberg plant eine Flasche aus Pappe

Gibt es Holsten und Astra bald in der Papp-Pulle? Carlsberg will im kommenden Jahr eine neue Öko-Bierflasche auf den Markt bringen.

Hamburg/Kopenhagen.  So richtig gut schmeckt ein Pils eigentlich nur aus dem Glas. PET-Flaschen und Dosen sind eher nichts für eingefleischte Bier-Fans.

Doch nun will die dänische Carlsberg-Gruppe ihre Getränke noch auf eine ganz andere Art abfüllen. Die Muttergesellschaft der Hamburger Holsten-Brauerei (Holsten, Astra, Duckstein) arbeitet an einer Bierflasche aus recyceltem Altpapier. Im kommenden Jahr sollen die ersten Getränke in dem neuen Gebinde auf den Markt kommen, wie Deutschlandsprecher Christoph Boneberg dem Abendblatt bestätigte.

Masse aus Pappmaché

Geforscht wird an den Papp-Pullen bereits seit mehreren Jahren. Die ersten Prototypen der sogenannten „Green Fiber Bottle“ wurden zusammen mit der Technischen Hochschule (DTU) in Dänemark und dem Verpackungsspezialisten EcoXpac entwickelt. Der Herstellungsprozess beginnt mit der Zerkleinerung des Altpapiers, das zunächst zu Pappmaché verarbeitet wird. Die Masse wird dann in Flaschenformen gegossen und muss trocknen. Der Vorteil der Papier-Pullen: Die neuen Bierflaschen können sich in der Natur zersetzen, hinterlassen kaum Verpackungsmüll.

In welchem Land der Verkauf der neuen Flaschen gestartet wird, dazu will sich Carlsberg allerdings nicht äußern. Holsten und Astra dürften aber bis auf weiteres in den gewohnten Glasflaschen zu bekommen sein. ( bob )

Dieser Text ist zuerst auf abendblatt.de erschienen.

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