Faktor Arbeit

Deutsche Arbeitskosten steigen weiter

Gebäudereiniger putzen in 27 Meter Höhe das gläserne Dach des World Trade Centers in Dresden.

Foto: dpa

Gebäudereiniger putzen in 27 Meter Höhe das gläserne Dach des World Trade Centers in Dresden.

Wiesbaden. In Deutschland ist der Faktor Arbeit auch im zweiten Quartal dieses Jahres teurer geworden. Die Kosten für eine Arbeitsstunde sind nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,0 Prozent gestiegen, wie die Behörde an diesem Freitag mitteilte.

Dabei nahmen die Bruttolöhne um 2,0 Prozent zu und somit etwas stärker als die Lohnnebenkosten wie Sozialabgaben und Lohnfortzahlungen, die um 1,9 Prozent zulegten. Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres ergab sich ein Plus bei den Arbeitskosten von 0,2 Prozent.

Im europäischen Vergleich der Arbeitskosten in Industrie und wirtschaftlichen Dienstleistungen für 2017 lag Deutschland mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 34,20 Euro über dem EU-Wert von 26,30 Euro und dem Schnitt der Euro-Zone von 30,60 Euro. Spitzenreiter war 2017 Dänemark mit Arbeitskosten von 43,60 Euro je Stunde, Schlusslicht Rumänien mit 6,10 Euro.

Im ersten Quartal 2018 verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,7 Prozent. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg in diesem Zeitraum mit 3,0 Prozent über dem Wert für Deutschland.

Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen den Angaben zufolge Rumänien (10,8 Prozent), Lettland (10,4) und Ungarn (9,2) auf, allesamt Länder mit einem unterdurchschnittlichen Arbeitskostenniveau. Gesunken sind die Arbeitskosten in der EU in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur in Portugal, und zwar um 1,9 Prozent. In Frankreich fiel das Plus bei den Arbeitskosten mit 2,6 Prozent etwas geringer aus als in Deutschland.

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