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Kfz-Steuer, Sparkasse, Ikea: Das ändert sich am 1. September

Herbstanfang: Darum beginnt am 1. September der Herbst

Herbstanfang: Meterologisch, kalendarisch – wir erklären den Unterschied.

Herbstanfang: Darum beginnt am 1. September der Herbst

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Die spürbarste Veränderung wird Verbraucher treffen, die ab September einen Neuwagen zulassen wollen. Auch Ikea führt neue Regeln ein.

Berlin.  Ab dem 1. September gelten für deutsche Verbraucher wieder neue Vorschriften und Gesetze. Alle Änderungen im Überblick:

Strengere Abgastests lassen die KfZ-Steuer steigen: Vom 1. September an dürfen nur noch Autos neu zugelassen werden, die den neuen so genannten Prüfstandard WLTP durchlaufen haben. Dieser Test ermittelt realitätsnäher Emissionen und Verbrauch. Das hat Auswirkungen auf die Kfz-Steuer.

Diese wird nach dem Hubraum und dem CO2-Wert des Fahrzeugs bemessen, aus dem sich der Spritverbrauch ergibt. Wie der ADAC berechnete, könnte die Steuer bei neu zugelassenen Wagen um bis zu 70 Prozent gegenüber gleichen, aber vorher zugelassenen Autos steigen .

Neue Reihenfolge an Geldautomaten der Sparkasse: Kunden müssen beim Geldabheben am Automaten ab September zuerst den gewünschten Betrag eingeben und werden erst im Anschluss nach dem Pin-Code gefragt .

Andere Banken wie etwa die Deutsche Bank und die Commerzbank haben ihre Automaten bereits in den vergangenen Jahren entsprechend umgestellt. Der Grund für die Änderungen seien Sicherheitsbedenken, wie ein Sprecher der Sparkasse mitteilte. Käme es zu einem Überfall, könne der Dieb unter den bisherigen Bedingungen den Betrag selbstständig eingeben. Dies soll durch die Änderung nun verhindert werden.

EU verbietet Halogenlampen: Vom 1. September an dürfen die meisten Halogenleuchten in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden . Hinter dem Auslaufen der Halogenlampe steckt die sogenannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Nach und nach sollen vor allem jene Produkte vom Markt, die besonders viel Strom fressen und demnach besonders schlecht für die Umwelt sind.

Betroffen sind vor allem die meist birnen- oder kerzenförmigen Leuchten der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht. Restbestände davon dürfen zwar noch verkauft werden, neue Lampen dürfen aber nicht mehr auf den Markt gebracht werden. Von der Richtlinie ausgenommen sind platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, sowie für jene Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern.

Ikea verschärft sein Rückgaberecht: War das schwedische Möbelhaus bisher immer recht großzügig, was den Umtausch seiner Ware anging, so müssen sich Käufer ab September auf deutlich strengere Regeln einstellen.

Künftig können Produkte nur dann zurückgegeben werden, wenn sie neu und unbenutzt sind und der originale Kaufbeleg vorliegt. Bisher wurde der Kaufpreis unabhängig vom Zustand der Ware erstattet, auch Gründe für den Umtausch musste man nicht angeben. Die Frist, innerhalb derer Einkäufe umgetauscht werden können, bleibt bestehen: 365 Tage ab dem Kaufdatum.

Auch gebrauchte Möbel will Ikea in Zukunft aber noch annehmen. Ikea will dafür alte Ware, die in einwandfreiem oder gutem Zustand ist, gegen Gutscheine abkaufen. Die Produkte sollen in der „Fundgrube“ wieder zum Verkauf angeboten werden. Dieses Angebot wird derzeit an den fünf Pilot-Standorten Berlin-Lichtenberg, Siegen, Kaarst, Hannover-Expo Park und Würzburg getestet. (nqq, mit dpa)

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