Billigflieger-Streik

Ryanair und Verdi: Ab Mittwoch wird Tarifvertrag verhandelt

Ryanair-Streik: Zwischen Verzweiflung und Verständnis – der Tag am Flughafen

Ryanair-Streik: Reporterin Johanna Rüdiger war an der größten deutschen Basis von Ryanair unterwegs und hat mit verzweifelten, aber auch verständnisvollen, Passagieren gesprochen.

Ryanair-Streik: Zwischen Verzweiflung und Verständnis – der Tag am Flughafen

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Jahrelang verweigerte Ryanair Tarifverhandlungen. Ab Mittwoch trifft sich der Konzern mit Verdi, um die Mitarbeitervergütung zu regeln.

Frankfurt.  Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beginnt am Mittwoch Tarifverhandlungen mit dem Billigflieger Ryanair. Die Gewerkschaft will eine substanzielle Lohnerhöhung für die rund 1000 Kabinenbeschäftigten bei Ryanair in Deutschland erreichen.

„Das Einkommen muss endlich existenzsichernd und planbar werden“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle am Montag. „Durch saisonale Schwankungen und fehlende Flugstundengarantie erhalten einige Vollzeit-Beschäftigte monatlich lediglich rund 1000 Euro brutto. Das ist völlig inakzeptabel.“

Ryanair immer stärker unter Druck

Der irische Konzern, der sich jahrzehntelang Tarifgesprächen verweigerte, steht immer stärker unter Druck seiner Arbeitnehmer. Erst am Freitag hatte ein Streik der Piloten in Deutschland und mehreren anderen Ländern für rund 400 Flugausfälle gesorgt. Vor rund einem Monat hatten sich Ryanair und Verdi grundsätzlich auf die Aufnahme von Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal geeignet. (rtr)

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