Suchaktion

Mann und vierjährige Tochter tot in Badesee gefunden

Wie rettet man jemanden vor dem Ertrinken?

Prüfen, ob ein Rettungsschwimmer in der Nähe ist. Jemanden vor dem Ertrinken zu retten, kann sehr gefährlich sein. Wer kein guter Schwimmer ist, sollte von einem Rettungsversuch absehen.

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In Oberfranken hat die Polizei einen Vater und seine Tochter tot aus einem See geborgen. Die Mutter hatte sie als vermisst gemeldet.

Trebgast. Die großangelegte Suchaktion von mehr als hundert Einsatzkräften brachte am Ende die Gewissheit: In einem Badesee in Oberfranken sind ein Vater und seine vierjährige Tochter ums Leben gekommen. Am Donnerstagabend seien sie nach mehreren Stunden Suche gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.

Gegen Mittag hatte die Ehefrau und Mutter ihre die beiden als vermisst gemeldet. Sie war mit einem zweiten Kind auf ihrem Platz an dem See in Trebgast nördlich von Bayreuth zurückgeblieben, während der Mann mit der Vierjährigen auf dem Gelände unterwegs war. Als sie nach zweieinhalb Stunden nicht zurückgekehrt waren, starteten Polizei, Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr die Suchaktion.

Vater und Tochter in Badesee ertrunken – Reanimation erfolglos

Gegen 18 Uhr wurden die beiden laut Polizeibericht leblos auf dem Grund des Badesees entdeckt und ihre Leichen geborgen. Reanimationsmaßnahmen waren den Angaben zufolge erfolglos. Die genauen Todesumstände waren noch unklar. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Ehefrau.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erwartet im Sommer indes mehr Badeunfälle: Jeder zweite Erwachsen kann nicht sicher schwimmen. Experten warnen davor, dass die Notlage von Kindern häufig unbemerkt bleibt und sie oft lautlos ertrinken. Bei vielen Eltern ist das Risiko, dass der Nachwuchs ertrinkt, noch immer eine unterschätzte Gefahr. (dpa/afp/fmg)