Unfall

Bus kracht in Bahnhofsgebäude - Beteiligte leicht verletzt

Der Gelenkbus kam erst über einer Rolltreppe im Busbahnhof Bergedorf zum Stehen.

Der Gelenkbus kam erst über einer Rolltreppe im Busbahnhof Bergedorf zum Stehen.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Der Gelenkbus kam erst innerhalb des Busbahnhofs zum Stehen. Gleich mehrere glückliche Umstände sorgten für einen glimpflichen Ausgang.

Hamburg. Der zentrale Busbahnhof in Hamburg-Bergedorf ist am Mittwoch zum Schauplatz eines spektakulären Unfalls geworden. Ein Gelenkbus krachte in das Bahnhofsgebäude und kam erst auf der oberen Ebene des Baus zum Stehen. Die Vorderachse des Fahrzeugs der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein hing in der Luft über einer Rolltreppe, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Busunglück in Bergedorf: Leichte Verletzungen bei den Beteiligten

Trotz des außergewöhnlichen Unfallgeschehens gab es nur zwei Leichtverletzte. Dazu zählen die Busfahrerin und ein Passant. Im Bus selbst waren zum Unfallzeitpunkt glücklicherweise keine Fahrgäste. Auch die Rolltreppe war wegen Wartungsarbeiten gesperrt.

Die Busfahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt und erlitt einen Schock, sie kam in ein Krankenhaus. Es gehe ihr aber den Umständen entsprechend gut. „Es ist eine sehr erfahrene und kompetente Fahrerin, die seit Jahren für uns fährt und auf die wir uns hundertprozentig verlassen können“, sagte die Sprecherin der zuständigen Verkehrsbetriebe.

Damit aber nicht genug. Der in Mitleidenschaft gezogene Passant hatte ebenfalls Glück im Unglück. Der Bus verfehlte ihn nur knapp, sagte der Sprecher der Feuerwehr. Umherfliegende Glassplitter seien für die Verletzungen des Passanten verantwortlich. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.

Wie die Feuerwehr vermeldete, werden nun Höhenretter und Spezialisten der Technik- und Umweltschutzwache Hamburg den Bus aus dem Gebäude bergen.

Corona sorgt für gute Unfallstatistik

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle während der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Dank Homeoffice und Kontaktverbot sind die Menschen in Deutschland weniger unterwegs. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Versicherer und der Luftretter wieder:

  • Im Vergleich zum April des Vorjahres vermeldete die R+V-Versicherungsgruppe einen Rückgang der Kfz-Schäden um 20 Prozent.
  • Die ADAC-Luftretter mussten von Januar bis Anfang Mai rund 1300 mal zum Einsatz ausrücken. Das sind gut 300 Einsätze weniger, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
  • Bei der DRF-Luftrettung sind es in diesem April 56 Einsätze weniger, als im April 2019.

Rekordtief bei den Verkehrstoten

Im vergangenen Jahr gab es so wenig Verkehrstote, wie seit 60 Jahren nicht mehr. Das gab das Bundesamt für Statistik bereits im Februar bekannt.

Um die Sicherheit im Verkehr weiter zu erhöhen, gilt seit dem 28. April eine angepasste Straßenverkehrsordnung. Die strengeren regeln sollen vor allem dem Schutz der Fahrradfahrer dienen. Wer jetzt zum Beispiel auf einem Fahrradweg parkt, kassiert in schweren Fällen einen Punkt in Flensburg.

(dpa/jas)