Krimireihe

„Tatort“ Münster: Diese Ermittlerin hört nach 17 Jahren auf

 „Tatort“ aus Münster: Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern in der Folge „Väterchen Frost“ – sie hört als Ermittlerin auf.

„Tatort“ aus Münster: Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern in der Folge „Väterchen Frost“ – sie hört als Ermittlerin auf.

Foto: WDR/Martin Valentin Menke

Ihre letzte Folge ist abgedreht, Friederike Kempter will den Münster-„Tatort“ hinter sich lassen. Was über den Ausstieg bekannt ist.

Berlin. Als Ermittlerin Nadeshda Krusenstern arbeitet sie seit 2002 an der Seite der „Tatort“-Superstars Axel Prahl (Kommissar Thiel) und Jan Josef Liefers (Professor Boerne). Nun gibt die Schauspielerin Friederike Kempter (40) ihre Rolle im Münster-Ableger der Krimireihe im Ersten auf, wie der WDR am Mittwochabend mitteilte.

Im vergangenen Jahr war Kempter erstmals Mutter geworden. Im Frühjahr soll sie noch einmal als Nadeshda in Münster zu sehen sein – in der Folge „Limbus“.

„Man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist! Das waren 17 sehr, sehr schöne Jahre mit der allertollsten Tatort-Familie, und ich habe jeden Drehtag mit meinen Kollegen sehr genossen. Und trotzdem ist es nun Zeit für Neues“, erklärte Kempter laut WDR. Der Fernsehfilmchef des Senders, Alexander Bickel, erklärte, Kempters Ausstieg „hinterlässt eine große Lücke“.

„Tatort“ Münster bald ohne Ermittlerin Krusenstern

Kempter war auch am „Tatort“ am Neujahrstag zu sehen. Ein Fall, bei dem alle Schauspieler improvisieren mussten, der ohne Drehbuch funktionierte – und der für Nadeschda Krusenstern tragisch endete. Ob der Fall bei ihrem letzten Auftritt in Münster Thema sein wird, ist noch unklar.

Laut „Bild“, die bereits vor einigen Tagen vom „Tatort“-Aus Kempters berichtete, ermittelt in Münster künftig ein 30-Jähriger, der in der Folge „Spieglein, Spieglein“ auch schon einen Gastauftritt hatte. Die Ausgabe mit dem angeblichen Nachfolger Björn Meyer als Assistent Mirko Schrader lief im Frühjahr – nun könnte er zur Stammbesetzung werden.

Prahl und Josef Liefers äußerten sich noch nicht zu Ausstieg

Schauspieler Prahl hatte gegenüber „Bild“ genau wie Josef Liefers noch kein Statement zum Abschied Kempters geben wollen, sprach aber über seine Pläne für die Zukunft. So wolle er es etwas ruhiger angehen lassen, weniger Projekte annehmen, auch mit seinem Inselorchester 2021 wohl nicht auf Tour gehen.

Die Fans des Duos aus Münster brauchen sich aber demnach keine Sorgen machen: „Keine Bange, den ,Tatort‘ drehe ich natürlich weiterhin“, sagte er. 2022 würde er das 20. Jahr dabei sein. Dass nur einer der beiden Hauptcharaktere aussteigt, ist unwahrscheinlich – es gebe einen Pakt, dass nur beide weitermachen – oder beide aufhören. Allerdings gehörten dazu wohl auch andere Mitglieder des Kern-Teams, wie Kempter.

Den jüngsten Fall aus Münster vom 22. Dezember können „Tatort“-Fans in der Mediathek nachschauen – ermittelt wurde gegen „Väterchen Frost“. Es ging unter anderem um Diamantenhandel in Afrika. Für 2020 haben die diversen Ermittler-Teams, auch aus Münster, noch einiges vor. Und es gibt zu Anfang des Jahres gleich einen neuen Til-Schweiger-Tatort – So gut ist „Tschill out“. (ses/ba)