Havarie

Schwarzes Meer: Frachter kentert mit 14.000 Schafen an Bord

Die „Queen Hind“ kenterte etwa 20 Kilometer vor dem Hafen von Konstanza in Rumänien, hier im Bild. (Archivbild)

Die „Queen Hind“ kenterte etwa 20 Kilometer vor dem Hafen von Konstanza in Rumänien, hier im Bild. (Archivbild)

Foto: via www.imago-images.de / imago images / Danita Delimont

Im Schwarzen Meer ist der Viehfrachter „Queen Hind“ gekentert. Er hatte eine Ladung von 14.000 Schafen an Bord. Die meisten ertranken.

Berlin. Vor der Küste Rumäniens im Schwarzen Meer ist ein großes Frachtschiff gekentert, das rund 14.000 Schafe geladen hatte. Die 85 Meter lange „Queen Hind“ hatte gerade erst den Hafen von Capul Midia verlassen, als das Unglück am Sonntagmittag (Ortszeit) geschah. Laut dem britischen Nachrichtensender BBC konnten alle 22 Crewmitglieder gerettet werden, die meisten Schafe hingegen ertranken.

Rettungskräfte von Küstenwache, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz, ein Crewmitglied musste mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann war ins Meer gefallen, aber schnell gerettet worden.

Frachter „Queen Hind“ gekentert – Ursache noch unklar

Warum die „Queen Hind“ so kurz nach dem Auslaufen Schlagseite bekam und etwa 20 Kilometer vor dem Hafen von Konstanza kenterte, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Die Behörden wollten Ermittlungen dazu einleiten, sobald der Einsatz – auch zur Rettung des Frachters – abgeschlossen ist. Er sollte am Montag fortgesetzt werden.

Der 39 Jahre alte Viehfrachter, der unter der Flagge des Inselstaats Palau fährt, war unterwegs nach Dschidda in Saudi-Arabien, um die Schafe dorthin zu exportieren. Rumänien ist einer der größten Vieh-Exporteure in der Europäischen Union.

Das Portal „MarineTraffic“ zeigt, wo genau die „Queen Hind“ aktuell liegt.

Immer wieder kommt es zu Schiffsunglücken, die Gründe sind vielfältig. So kollidierte Anfang Oktober ein Kreuzfahrtschiff mit einem Tanker auf dem Rhein, im Juli knickte ein Schiff beim Beladen durch und drohte unterzugehen.

(cho)