Spinnen

Große Winkelspinne in der Wohnung: Das gilt es zu beachten

Das sind die gefährlichsten Spinnen der Welt
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Winkelspinnen werden bis zu zehn Zentimeter groß. Im Herbst kommen die Krabbler gerne auch in die Wohnung. Gefährlich sind die Bisse aber nicht.

Berlin. Wenn es im Herbst kälter und nasser wird, suchen nicht nur Menschen einen behaglichen Rückzugsort. Sie suchen hier Unterschlupf vor der Witterung. Auch die Winkelspinne macht es sich dann gerne in Wohnungen gemütlich. Die handtellergroßen Spinne krabbeln durch geöffnete Fenster und unter Türritzen hindurch.

Darunter sind zum Schrecken der Bewohner auch bis zu rund zehn Zentimeter große Hauswinkelspinnen. Jetzt haben Spinnen nämlich Hochzeit – und damit ihre Hoch-Zeit. Um das Zuhause spinnenfrei zu bekommen, muss man jedoch nicht gleich zur „Chemiekeule“ oder zum Staubsauger greifen. Wir klären die wichtigsten Fragen zur Hauswinkelspinne - und wie man sie wieder loswird.

Die Frage ist: Will man die Winkespinne wirklich töten? Denn: Hauswinkelspinnen erfüllen eine nützliche Funktion, sie futtern Mücken, Fliegen und Kellerasseln. Alles, was man nicht im Haus haben möchte.

Große Hauswinkelspinne - Inhalt dieses Artikels:

  • Können Hauswinkelspinnen beißen?
  • Ist die Winkelspinne gefährlich?
  • Wo lebt die Hauswinkelspinne?
  • Winkelspinne – wie kann ich sie fangen?
  • Was fressen Winkelspinnen?
  • Wie alt und groß sind Winkelspinnen?
  • Wie schützt man sich vor Hauswinkelspinnen?
  • Große Winkelspinne: Helfen Hausmittel?

Können Hauswinkelspinnen beißen?

„Die Hauswinkelspinne gehört zu den größten heimischen Spinnen“, erklärt Biologe Dr. Marcus Schmitt von der Universität Duisburg-Essen. Der Spinnenexperte kann aber beruhigen: „Sie sind völlig harmlos.“ Sie beißen fast nie. „Wenn sie es aber doch einmal tun, durchdringen sie nur selten die feste menschliche Haut.“

Ist die Winkelspinne gefährlich?

Die Giftwirkung sei kaum der Rede wert. „Ein leichtes Brennen, eine leichte Rötung, die nach wenigen Stunden vergehen.“

Wo lebt die Hauswinkelspinne?

Ins Haus kommen sie im Herbst gern, weil es dort (außer tagsüber) wärmer ist. Nachts wird es schnell empfindlich kalt. Außerdem ist der Herbst windiger – und das stört Spinnen beim Bau der Spinnennester. Zudem helfen die Menschen ihnen beim Reinkommen: An warmen Herbsttagen wird oft noch dauergelüftet und die Fenster stehen offen.

Winkelspinne – wie kann ich sie fangen?

Wer auf eine Hauswinkelspinne trifft, sollte vor allem die Ruhe bewahren. Am besten könnten die Krabbler mit einem Glas eingefangen werden. „Einfach darüber stülpen, eine Karte unter den Rand schieben und dann hinaus in den Garten damit.“ Jüngst sorgte eine vermeintliche Riesen-Spinne in Hessen für einen Polizeieinsatz.

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Was fressen Winkelspinnen?

Winkelspinnen fressen am liebsten Insekten und Asseln. Die Nester baut die Tegenaria atrica, wie die Große Winkelspinne im Lateinischen heißt, in einer typischen Trichterform. Verfängt sich ein Beutetier in den Fäden, nimmt die Spinne die Schwingungen des Netzes wahr, beißt zu und injiziert Gift, um das Tier zu lähmen.

Fressfeinde hat die Winkelspinne auch. Ein natürlicher Feind der Spinnen sei der Igel. „Aber auch alle möglichen Vögel stellen ihnen nach“, weiß Schmitt. Auch Katzen würden Spinnen gerne fangen und hin und wieder fressen. „Was völlig unbedenklich ist – jedenfalls für die Katze.“

Denn im Gegensatz zu Mäusen, Ratten, Schaben oder Fliegen übertrügen Spinnen keine Keime. „Sie machen unsere Vorräte nicht ungenießbar.“

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Wie alt und groß sind Winkelspinnen?

Hauswinkelspinnen würden mehrere Jahre leben. „Was bei Spinnen nicht selbstverständlich ist.“ Die meisten blieben bei einer Größe von unter zehn Zentimetern, „bei einer Körperlänge von etwa 1,5 Zentimetern“.

Wie schützt man sich vor Hauswinkelspinnen?

Alle, die sich dennoch vor Ekel schütteln, tröstet der Biologe: „Fliegengitter vor den Fenstern und Bürsten an der Unterseite von Türen hindern sie am unbefugten Zutritt der Wohnung.“ Und: Sinken die Temperaturen unter die Frostgrenze, verkriechen sich die Krabbler schnell zur Überwinterung.

Große Winkelspinne: Helfen Hausmittel?

Häufig genannte Hausmittel wie Zitronen- oder Pfefferminzöl, um die Krabbeltiere zu vertreiben, funktionieren aber meist nicht, erklärt der Spinnenkundler Robert Klesser. Stattdessen rät er, der gängigen Großen Hauswinkelspinne einen Gartenbesen anzubieten.Deren Borsten dienen der Spinne als gutes Versteck, und darin lässt sich das Tier gut wieder nach draußen bringen.

Alternativ kann man sie mit einem Spinnenfänger aufnehmen - diese Geräte sehen wahlweise aus wie ein Handstaubsauger ohne Motor oder bestehen zum Beispiel aus einem Stiel mit verschließbarer Haube.

Dieser Text zuerst auf waz.de erschienen.