Hohe UV-Strahlung

Von wegen Herbst: Bundesamt warnt vor Sonnenbrand

Die fünf größten Irrtümer beim Sonnenschutz

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Ausflügler sollten sich am Wochenende mit Hautschutz eindecken: Schuld ist die UV-Strahlung, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Berlin. Von der frischen Luft sollten sich Ausflügler an diesem Wochenende nicht täuschen lassen, warnen die Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS ): Die UV-Strahlung ist in ganz Deutschland hoch genug, um einen Sonnenbrand zu verursachen.

„UV-Strahlung hat nichts mit der Temperatur zu tun. Auch wenn die Hitze nachlässt, kann der UV-Index an sonnigen Tagen immer noch hoch sein. Deshalb besteht auch bei kühleren Temperaturen ein Sonnenbrandrisiko“, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini.

Sonnenbrand-Gefahr: Ab UV-Index von drei Sonnencreme benutzen

Am Wochenende ist den Prognosen zufolge in fast allen Teilen Deutschlands Sonnenschutz erforderlich. In Mittel- und Süddeutschland werden Werte von vier bis fünf auf dem international einheitlichen UV-Index erreicht. In den Alpen klettert der Wert am Wochenende auf sieben von maximal 11 Punkten.

Je höher der Wert des von der Weltgesundheitsorganisation definierten UV-Indexes, desto schneller kann man sich einen Sonnenbrand holen. Ab Werten von drei soll Sonnencreme getragen werden. Die Messdaten der UV-Belastung in Deutschland können im UV-Index des Bundesamtes für Strahlenschutz nachgelesen werden.

Eincremen schützt nicht vor Hautkrebs

Ärzte sehen im falschen Umgang mit Sonne die Hauptursache für Entstehung von Hautkrebs. Die Wirkung der Sonne wird sehr häufig unterschätzt. Wird die Haut zu häufig einer lang anhaltenden UV-Bestrahlung ausgesetzt, kann die Schäden nicht mehr „ausbügeln“.

Die Veränderungen im Erbgut, sogenannte Mutationen, bleiben. Als Folge steigt das Risiko für weißen oder schwarzen Hautkrebs. Was viele Menschen nicht wissen: Sonnencreme schützt vor einem Sonnenbrand, nicht jedoch vor Hautkrebs – und billige Sonnencremes schneiden in Tests oft am besten ab. . Auch schützen Wolken nicht vor UV-Strahlung. (dpa/pol)