Fake-Website

Betrüger verkauft falsche Ferienhäuser an deutsche Urlauber

Eine Ferienwohnung in Zeeland am Wasser – was verlockend aussah, entpuppte sich für viele Deutsche als geplatzter Urlaubstraum. (Symbolbild)

Eine Ferienwohnung in Zeeland am Wasser – was verlockend aussah, entpuppte sich für viele Deutsche als geplatzter Urlaubstraum. (Symbolbild)

Foto: imago stock&people

Dutzende deutsche Urlauber sind im Netz Betrügern auf den Leim gegangen. Sie buchten Ferienhäuser in Zeeland, die gar nicht frei waren.

Middelburg. Sie wollten Urlaub in den Niederlanden machen, doch bei der Ankunft folgte die böse Überraschung: Die gebuchten Ferienwohnungen waren bereits belegt, die offiziellen Vermieter oder Agenturen ahnungslos. Bezahlt hatten sie trotzdem – an einen Betrüger.

Dutzende Deutsche seien Opfer einer gefälschten Website geworden, sagte eine Sprecherin der Polizei der Provinz Zeeland am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Vermutlich handelt es sich bei den Betrügern um Deutsche. Daher laufen die Ermittlungen nach Angaben der Sprecherin auch in Deutschland. Zuvor hatte der WDR über den Fall berichtet. Die Küste von Zeeland ist vor allem bei Urlaubern aus Nordrhein-Westfalen beliebt.

Niederlande: Ferienhaus-Betrug – geschätzt 100 Deutsche betroffen

Die Urlauber hatten über eine deutsche Website Ferienwohnungen an der Küste im Südwesten des Landes gebucht. Die Fremdenverkehrszentrale von Zeeland schätzt, dass es rund einhundert Geschädigte gibt.

Seit Beginn der Hochsaison häuften sich die Meldungen bei der Fremdenverkehrszentrale. „Wir versuchen, die Leute schnell irgendwo anders unterzubringen, soweit das möglich ist“, sagte der Direktor der Zentrale, Erik van den Dobbelsteen, dem regionalen Rundfunk Omroep Zeeland.

Betrug-Website mit Ferienwohnungen ist inzwischen offline

Auf der Website waren die Wohnungen mit Fotos angeboten worden, die der oder die Betrüger wohl von anderen Seiten im Internet kopiert hatten. Die Website ist inzwischen nicht mehr online.

Immer wieder versuchen Betrüger, im Netz schnelles Geld zu verdienen. Ein beliebtes Mittel: falsche Preisausschreiben. So täuschte vor Kurzem ein „CamperT6“-Fake-Gewinnspiel VW-Fans auf Facebook. Zuvor hatte bereits die Seite „Caravan Liebhaber“ User mit einem Fake-Gewinnspiel betrogen.

(dpa/cho)