Beben

Schweres Erdbeben der Stärke 7 vor Sumatra – Tsunamiwarnung

So entsteht ein Erdbeben
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Südlich der indonesischen Insel Sumatra hat es am Freitag ein schweres Erdbeben gegeben. Die Behörden gaben eine Tsunamiwarnung heraus.

Jakarta. Ein schweres Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra hat eine Tsunamiwarnung ausgelöst. Das Beben, das am Freitag gegen 19 Uhr (Ortszeit) zu spüren war, hatte laut des United States Geological Survey (USGS) die Stärke 7,4.

Die indonesische Geophysikbehörde gab eine Tsunami-Warnung für die Küstenregion von Banten, West Java, Lampung und Bengkulu Read heraus. Die Bewohner wurden dazu aufgefordert, in höhergelegene Regionen zu fliehen.

Erbeben vor Sumatra auch in Jakarta zu spüren

Das Zentrum des Bebens lag laut USGS in einer Tiefe von 59 Kilometern und etwa 230 Kilometer von der Stadt Teluk Betung auf der Insel entfernt.

Derzeit gibt es noch keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Die Erdstöße waren aber nach übereinstimmenden Medienberichten auch in der Hauptstadt Jakarta zu spüren, wo laut Medienberichten unter unter Einwohnern eines Wohnhauses Panik ausbrach. Sie seien auf die Straße gestürzt, als das Hochhaus schwankte und Knackgeräusche zu hören waren.

In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Erdbeben gegeben. Erst am Mittwoch gab es ein Beben auf Kreta , Anfang der Woche bebte die Erde bei Konstanz am Bodensee.

Eine Google-Maps-Karte zeigt die Region, in der sich das Epizenturm des Erdbebens befindet:

Beben in Indonesien sind keine Seltenheit

Indonesien liegt wie auch die Philippinen und Australien am hufeisenförmigen sogenannten Feuerring, der sich um den Pazifischen Ozean zieht. Dort gibt es unzählige Vulkane und jedes Jahr Tausende, meist kleinere Erdbeben. Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen.

Noch im Dezember 2018 hatte eine Eruption des Vulkans Anak Krakatau und ein anschließender Erdrutsch einen Tsunami ausgelöst, der in Indonesien mehr als 400 Menschen das Leben kostete und mehr als 1500 weitere verletzte.

Schwere Erdbeben hatten Mitte Juli Australien, Indonesien und die Philippinen mit Stärken zwischen 5,5 und 7,2 erschüttert. Auf den zu Indonesien gehörenden Nord-Molukken wurden zwei Frauen den Behörden zufolge von Trümmerteilen ihrer Häuser erschlagen.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean etwa 230 000 Menschen tötete.

(sdo/ba/dpa)