Heldentag

Drama in Freibad: 13-Jähriger rettet Kleinkind das Leben

Wie rettet man jemanden vor dem Ertrinken?

Prüfen, ob ein Rettungsschwimmer in der Nähe ist. Jemanden vor dem Ertrinken zu retten, kann sehr gefährlich sein. Wer kein guter Schwimmer ist, sollte von einem Rettungsversuch absehen.

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Ein 13-Jähriger wurde in einem Freibad zum Helden. Er rettete einem Kleinkind das Leben. Es trieb reglos unter der Wasseroberfläche.

Windischeschenbach. Es war eine extrem geistesgegenwärtige Reaktion, die über Leben und Tod entschieden hat: Ein 13-Jähriger ist in einem Freibad in Windischeschenbach (Bayern) zum Helden geworden – indem er einen Vierjährigen vor dem Untergang rettete.

Der Schüler Justin Fischer hatte auf dem Grund des Nichtschwimmerbeckens einen kleinen Jungen bemerkt. Ihm fiel auf, dass dieser sich nicht bewegte. Sofort tauchte Justin auch unter – und zog das Kind aus dem Wasser.

Als sich dieser nicht bewegte, tauchte Justin zu ihm herunter und zog ihn aus dem Wasser. „Seine Lippen waren blau, er hat nicht mehr geatmet“, sagte Justin der Deutschen Presse-Agentur. Ein Bademeister übernahm am Beckenrand die Herzdruckmassage. Kurz darauf begann der Vierjährige wieder zu atmen.

Schüler (13) zieht Kleinkind aus Wasser – Lob von Polizei und Schwimmmeister

Für ihn sei es selbstverständlich gewesen zu helfen, sagte der Schüler. Polizei und Schwimmmeister lobten den Schüler für seinen Einsatz. Die Polizisten Michael Mutzbauer und Alexander Horn waren Anfang Juni zum dem Einsatz ins Freibad gerufen worden.

Die Mutter des Vierjährigen hatte schon nach ihrem Sohn gesucht, der kurz zuvor nach am Sandspielplatz gewesen sei, erzählte Mutzbauer. Als sie zum Beckenrand kam, habe der Kleine schon wieder geatmet. Der Junge sei dann in das Klinikum nach Weiden gebracht worden. Dort besuchten ihn die Beamten und versprachen ihm, mit dem Streifenwagen bei ihm zu Hause vorbeizufahren.

Dieses Versprechen lösten sie kürzlich ein, wie bei der Polizei Oberpfalz auf Twitter zu sehen ist. Der Junge habe alles gut überstanden, sagte Mutzbauer.

Vor Gericht geht es in dieser Woche um ein Kind, das bei einem Kita-Ausflug ertrunken ist – es gibt schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Weiter vermisst sind zwei Menschen, die in die Ostsee gestürzt und wohl ertrunken sind – die Polizei ermittelt.

Eine Tragödie spielte sich auch in Amerika ab – Vater und Tochter ertranken. Trauriger Alltag an der Grenze zu Mexiko. In Hildesheim starb beim Versuch, seinen geistig behinderten Sohn zu retten, ein Vater. (ses/dpa)