Chemnitz

„Wir bleiben mehr“: Stars wie Grönemeyer singen gegen Rechts

Sänger Herbert Grönemeyer will beim Chemnitzer Konzert gegen Fremdenhass auftreten.

Sänger Herbert Grönemeyer will beim Chemnitzer Konzert gegen Fremdenhass auftreten.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Das Konzert „Wir sind mehr“ in Chemnitz war vor zehn Monaten ein riesiger Erfolg. Nun gibt es eine Fortsetzung – mit vielen Stars.

Chemnitz. Zehn Monate nach #wirsindmehr gibt es an diesem Donnerstag eine Neuauflage des Chemnitzer Konzerts für Toleranz und gegen Fremdenhass. Und auch in diesem Jahr machen allerlei Prominente mit.

Herbert Grönemeyer und Tocotronic, Rapper Alligatoah und der Liedermacher Joris, ebenso wie der Loveparade-Grüner Dr. Motte sind dabei. Es soll eine riesige Party in der Chemnitzer Innenstadt geben. Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos.

Unter dem Titel „Kosmos Chemnitz – Wir bleiben mehr“ kamen Tausende Besucher in die sächsische Stadt. Neben den Konzerten sind bis zum späten Abend auch Lesungen, Podiumsdiskussionen, Sportevents und Vorführungen an 40 Spielorten geplant.

Chemnitz will für offene Gesellschaft werben

„Ich erwarte, dass sich Chemnitz von seiner besten Seite zeigt. Wir wollen #wirsindmehr fortschreiben. Wir werben für eine offene Gesellschaft“, sagte Sören Uhle, Geschäftsführer der Stadtmarketing-Gesellschaft.

Mit „Wir sind mehr“ hatten am 3. September 2018 Bands wie Die Toten Hosen und Kraftklub sowie Materia und Casper ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit in der Stadt setzen wollen. Das Konzert war eine Reaktion auf rechte Demonstrationen und fremdenfeindliche Übergriffe in der Stadt. Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes, für den Flüchtlinge verantwortlich gemacht werden, war die Lage in der Stadt eskaliert. Neonazis marschierten an der Seite von AfD-Politikern und Bürgern von Chemnitz durch die Stadt.

Wir sind mehr – so feierten 65.000 Menschen gegen Rechts

Derzeit muss sich einer Tatverdächtigen aus Syrien wegen gemeinschaftlichen Totschlags vor Gericht verantworten. Ein zweiter mutmaßlicher Täter aus dem Irak ist auf der Flucht und wird weltweit gesucht. (mbr/dpa)