aktualisiert
Feiertage

Warum Ostern in diesem Jahr erst so spät gefeiert wird

Endlich erklärt: Darum bringt der Osterhase die Ostereier

Panorama Video

endlich erklärt- darum bringt der osterhase die ostereier

Beschreibung anzeigen

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 21. April. Warum feiern wir das Fest so spät und wo haben die zahlreichen Bräuche ihren Ursprung?

Berlin.  Ostern wird dieses Jahr erst besonders spät gefeiert: Das Fest fällt dieses Jahr erst auf Sonntag, den 21. April. Warum liegt Ostern erst so spät? Und woher kommt überhaupt noch mal der Name des Fests?

Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Woher kommt eigentlich der Name Ostern?

Das ist nicht ganz klar, es kursieren verschiedene Theorien. Einige Sprachforscher nehmen eine Verwandtschaft mit dem Substantiv „Osten“ in der ursprünglichen Bedeutung „Morgenröte“ an. Demnach geht der Name zurück auf ein Fest der Germanen, das sie zu Ehren der Göttin der Morgenröte austrugen.

Von dieser Interpretation war auch Jacob Grimm überzeugt, auch wenn er schon zu Lebzeiten dafür Gegenwind bekam. Viele Historiker haben diese Sichtweise von einem „Frühlingsfest“ zu Ehren der Göttin Ostera übernommen. Auch der Wissenschaftler Friedrich Kluge erklärt Ostern zum Beispiel so in seinem bekannten „Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache“.

Woher

In anderen Sprachen ist die Herleitung sehr viel einfacher. Die Niederländer nennen das Fest „Pasen“, die Isländer „Páskar“, die Schweden “Påsk“ – überall wird die Nähe des christlichen Osterfestes mit dem älteren jüdischen Passah- bzw. Pessachfest deutlich.

Was feiert man an Ostern?

Ostern ist das wichtigste und höchste Fest des Christentums. Am Gründonnerstag feiert man zunächst das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Am Karfreitag wird der Kreuzigung Jesu gedacht, am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe, seines Abstiegs in die Unterwelt und am Ostersonntag wird Jesu Auferstehung von den Toten gefeiert.

Wann feiert man Ostern?

Die Feier zur Auferstehung von Jesus Christus wird nach dem Mondkalender berechnet. Das Fest fällt auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühjahrs. Frühestens wird Ostern damit am 22. März gefeiert – und spätestens am 25. April.

An dem Termin richten sich viele andere christliche Feiertage aus: zum Beispiel Aschermittwoch, Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag. Die Karwoche beginnt am Palmsonntag, eine Woche vor dem Ostersonntag. Wer geschickt und frühzeitig plant, kann mithilfe von Feiertagen effizient Urlaub nehmen: Brückentage 2019: So sichern Sie sich viele freie Tage.

Wann war Ostern in den vergangenen Jahren?

• Jahr 2018: 1. April

• Jahr 2017: 16. April

• Jahr 2016: 27. März

• Jahr 2015: 5. April

In welchen Religionen feiert man Ostern?

Alle Christen feiern die Auferstehung von Jesus Christus: katholische, protestantische und armenische genauso wie griechisch-orthodoxe Christen. Allerdings unterscheiden sich von Land zu Land die Bräuche zum Fest. Die Australier verzichten zum Beispiel wegen einer Kaninchen-Plage auf den Osterhasen – stattdessen stehen kleine Beuteltiere, Bibys, aus Schokolade in den Supermarktregalen.

Wie kam es zum Brauchtum des Osterhasen?

Das erste Mal erwähnt wird der Osterhase wohl in einer Dissertation des Frankfurter Arztes Johannes Richier, der Ende des 17. Jahrhunderts den Brauch schilderte, dass der Hase Eier verstecke. Er nannte das „eine Fabel, die man Einfältigen und Kindern aufbindet“.

Ab dem 19. Jahrhundert hat sich der Osterhase dann eindeutig als österliches Symbol durchgesetzt. Er gilt gemeinhin als Symbol der Fruchtbarkeit – Häsinnen können mit einem Wurf fünf Jungen zur Welt bringen.

Wissen zum Fest:


Was hat Ostern mit Eiern zu tun?

Der Professor für Volkskunde an der Universität Würzburg Christoph Daxelmüller hat die Alltagsgeschichte des Mittelalters untersucht. „Eier“, sagt Daxelmüller, „waren damals ein ganz generelles Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit.“

In der religiösen Bildersprache sei das Ei jedoch auch zum eindeutigen Zeichen der Auferstehung und des ewigen Lebens geworden. Die an Ostern gefeierte Auferstehung Christi erkläre so die Bindung des Eies an das wichtigste christliche Fest.

Woher kommt die Tradition des Osterfeuers?

Während sich der Begriff Ostern nicht eindeutig auf die Germanen zurückzuführen lässt, ist der Ursprung des Osterfeuers einfacher zu bestimmen: Die älteste schriftliche Erwähnung ist ein Briefwechsel aus dem Jahr 751 zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias. Der Missionar beschreibt einen germanisch-heidnischen Brauch, der als „Ignis Pachalis“ bezeichnet wird. (les/cho/dpa)