Astronomie

Wintersonnenwende: Wann fängt der Winter wirklich an?

Wintersonnenwende: Ab dem 21. Dezember werden die Tage wieder länger.

Wintersonnenwende: Ab dem 21. Dezember werden die Tage wieder länger.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Auf der Nordhalbkugel ist der 22. Dezember der kürzeste Tag des Jahres 2019. Fragen und Antworten zur Wintersonnenwende.

Berlin.  Der Winteranfang naht: Am 22. Dezember ist Wintersonnenwende. Sie markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Zugleich ist der Tag der kalendarische Winteranfang.

Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wintersonnenwende:

Wann genau ist die Wintersonnenwende?

Die Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel fällt 2019 auf den 22. Dezember. Genau um 5.19 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat die Sonne ihren südlichsten Punkt auf dem südlichen Wendekreis erreicht. Auf der Nordhalbkugel ist die Sonne an diesem Tag also am kürzesten zu sehen. An keinem Tag des Jahres steht sie zur Mittagszeit niedriger am Horizont. Die Wintersonnenwende ist auf der nördlichen Erdhalbkugel immer am 21. oder am 22. Dezember.

Wann ist der kürzeste Tag 2019?

In Frankfurt am Main zum Beispiel (die zentralste Großstadt in Deutschland) geht die Sonne am Sonntag, 22. Dezember, um 8.22 Uhr auf und um 16.24 Uhr wieder unter – der Tag dauert offiziell acht Stunden, eine Minute und einige Sekunden und ist damit der kürzeste Tag des Jahres 2019.

Im nördlicheren Hamburg geht die Sonne erst um 8.35 Uhr auf und um 16.01 Uhr schon wieder unter – der Tag ist mit 7 Stunden und 26 Minuten also deutlich kürzer als in Frankfurt. Im südlicheren München dagegen beginnt der Tag schon um 8.02 Uhr und endet um 16.21 Uhr – ist mit 8 Stunden und 19 Minuten deutlich länger.

Wintersonnenwende: Was steckt hinter dem Phänomen?

Die Ursache für Winter- und Sommersonnenwenden ist die Neigung der Erdkugel um 23,4 Grad entlang ihrer Längsachse. Diese Neigung bewirkt, dass die Erde in ihrem Umlauf um die Sonne mal im Norden, mal im Süden mehr Licht abbekommt.

So geht die Wintersonnenwende im Norden einher mit der Sommersonnenwende auf der Südhalbkugel. Dort werden die Tage ab Sonntag, 22.Dezember, also wieder kürzer.

Neben Winter- und Sommersonnenwende gibt es noch die Tagundnachtgleiche – das Äquinoktium. Das Äquinoktium fällt auf den 19., 20. oder 21. März sowie den 19., 20. oder 21. September. Dann sind Tag und Nacht gleich lang, was den astronomischen Frühlingsanfang oder den Herbstbeginn markiert.

Was passiert zur Wintersonnenwende am nördlichen Polarkreis?

Wer romantische Sonnenaufgänge mag, sollte den 22. Dezember am nördlichen Polarkreis verbringen. An dem Tag ist dort praktisch den ganzen Tag Sonnenaufgang. Je weiter nördlich, desto länger dauert der polare Winter.

Am Polarkreis kriecht die Sonne an diesem Tag nur so gerade über den Horizont. In Europa verläuft der nördliche Polarkreis durch die zu Norwegen gehörende Inselgruppe Spitzbergen.

Wann war der längste Tag 2019?

Der Tag der Sommersonnenwende 2019 am 21. Juni war der längste des Jahres. Nach astronomischer Definition ist das der Sommeranfang.

Warum beginnt der Winter meteorologisch schon am 1. Dezember?

Das hat statistische Gründe, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Homepage erläutert. Da die Wetterexperten ihre Statistiken am liebsten über komplette Monate führen, lassen sie die Jahreszeiten immer zum 1. desjenigen Monats beginnen, in dem die Jahreszeit astronomisch beginnt. (küp)

http://Das_passiert_bei_einer_Sonnenfinsternis{esc#211514377}[video]