Trauer

Mutter und Kind sterben bei Geburt – Todesursache geklärt

Erst stirbt das Baby, dann die Mutter: Anfang Dezember kam es in einer Klinik in Kulmbach zum Drama (Symbolfoto).

Erst stirbt das Baby, dann die Mutter: Anfang Dezember kam es in einer Klinik in Kulmbach zum Drama (Symbolfoto).

Foto: imago stock&people

Anfang Dezember sind in Kulmbach nach der Geburt eine Mutter und ihr Neugeborenes gestorben. Nun ist klar, wie es zu dem Drama kam.

Kulmbach.  Im Dezember sind in einer Klinik in Kulmbach Mutter und Baby kurz nach der Geburt gestorben. Nach wochenlangem Warten auf das Obduktionsergebnis steht die Todesursache bei beiden fest: Sowohl das neugeborene Baby wie auch die Mutter sind in Folge von Blutungen gestorben.

Das Ergebnis ist eine Entlastung für die Ärzte. Sie tragen keine Schuld.

Wie die „Frankenpost“ berichtet, sei das Baby an einer Hirnblutung gestorben. Auch bei der Mutter sei es zu einer inneren Blutung gekommen.

Laut Obduktionsgutachten kam es in der Folge zu einem „Volumen-Mangel-Schock“. Die Frau sei demnach verblutet, wie es weiter heißt. Dem Gutachten zufolge treffe die Ärzte keine Schuld.

Mutter und Baby waren kurz nach Geburt gestorben

Wie der Oberstaatsanwalt der „Frankenpost“ sagte, gebe es „keine aktuellen Verschuldensvorwürfe oder Anhaltspunkte für ein Verschulden der Ärzte.“ Dennoch will die Staatsanwaltschaft zur Sicherheit ein zweites Gutachten einholen.

Nach dem tragischen Verlust hatte zuvor der Vater öffentlich über seine Trauer gesprochen. Im Gespräch mit „Focus Online“ berichtete er davon, dass er den Anblick seiner toten Frau nie vergessen werde.

Spendenaktion für trauernden Vater

Er erzählte, dass er in den Operationssaal gestürmt sei, weil ihm die Ärzte zunächst verweigert hätten, sich von seiner Frau zu verabschieden. Er habe ihr dann ein letztes Mal über den Arm gestreichelt.

Trotz des Schicksalsschlags wolle er weiter kämpfen: „Aber das Leben muss nun irgendwie weitergehen“, sagte er.

Für den Vater waren in den Tagen nach dem tragischen Vorfall mindestens 10.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Freunde hatten dazu bei Facebook aufgerufen.

Vater konnte kaum schlafen

Die Geburt war zunächst normal verlaufen. Die Frau habe auf eine schmerzstillende Periduralanästhesie (PDA) verzichtet, wie es heißt. Der Junge habe allerdings nach der Geburt nicht geatmet.

Mit einer Reanimation hätten die Ärzte versucht, das Kind wiederzubeleben. Das sei erfolglos geblieben. Anschließend sei die Mutter operiert worden. „Ich liebe dich, bis dann, dann trinken wir einen Kaffee“, soll der Vater zu seiner Frau gesagt haben. (bekö/hip)

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