Anhörung

Boris und Lilly Becker – Scheidung Thema vor Familiengericht

Boris Becker und Ehefrau Lilly und stehen 2017 vor Beginn der Aufzeichnung der ARD-Quizsendung "Paarduell" im Studio. Ein Jahr später gaben sie die Trennung bekannt.

Boris Becker und Ehefrau Lilly und stehen 2017 vor Beginn der Aufzeichnung der ARD-Quizsendung "Paarduell" im Studio. Ein Jahr später gaben sie die Trennung bekannt.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Auftritt vor dem Familiengericht in London: Boris und Lilly Becker haben sich getrennt – nun geht es um das Wohlbefinden des Kindes.

Berlin.  So eine Trennung ist nie leicht – vor allem, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Gemeingültiger Satz, wenn Promi-Beziehungen auseinandergehen: Man habe sich einvernehmlich und freundschaftlich getrennt.

Genau dies ließen Boris und Lilly Becker im Mai 2018 auch über ihren Anwalt verkünden. Die Liebe der beiden war erloschen. Es blieb: Freundschaft. Oder auch nicht.

Denn einige Monate später klingt alles gar nicht mehr so einvernehmlich. Am Montag ist die Scheidung Thema beim Familiengericht in London.

„Maßlos enttäuscht“ von ihrem Ex

„Es ist zu viel passiert“, sagte Lilly Becker kürzlich im RTL-Jahresrückblick. Sie könne nicht mit einem Mann befreundet sein, der sie so maßlos enttäuscht habe, erklärte das niederländische Model. Was es so schlimm mache: dass alles in der Öffentlichkeit passiere.

Das Wichtigste bei der Scheidung sei für sie, dass die Zukunft des gemeinsamen Sohnes Amadeus (8) geregelt ist. Auch der Ex-Tennisstar betonte in einem Sat.1-Interview: „Der Hoffnungsschimmer ist, dass wir uns als Eltern fair unserem Sohn gegenüber verhalten.“

Becker ist bereits vierfacher Vater

Amadeus ist nicht das einzige Kind des 51-Jährigen. Boris Becker ist vierfacher Vater. Mit seiner Ex-Frau Barbara hat er die Söhne Noah (24) und Elias (19). Und aus der sogenannten Besenkammer-Affäre mit Angela Ermakova in Großbritannien stammt Tochter Anna (18).

Schon kurz nachdem Becker 2005 Lilly kennenlernte, war die Beziehung von Aufs und Abs geprägt. Vor der pompösen Hochzeit 2009 verließ Becker sogar das Model und verlobte sich mit Sandy Meyer-Wölden, der Tochter seines früheren Managers.

Weg von Lilly Becker – und doch wieder zurück

Doch das neue Glück hielt nicht lange, neuer Anlauf mit dem vorangegangenen Glück: Nach drei Monaten kehrte der dreifache Wimbledon-Sieger reumütig zurück zu Lilly Becker.

Noch vor einem Jahr - zu seinem 50. Geburtstag - machte diese ihrem Boris eine öffentliche Liebeserklärung: „Du hast mir ein Leben geschenkt, von dem wahrscheinlich alle Mädchen träumen.“

Boris Becker – Diplomatenstatus kein Thema mehr

Beim Tennis-Star läuft es nicht nur in der Liebe nicht sonderlich rund, er befindet sich zudem in einem Insolvenzverfahren – dass durchaus unerwartete Wendungen mit sich bringt. So erklärte Becker, er sei Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten der Zentralafrikanischen Republik. Daher genieße er diplomatische Immunität und könne nicht mehr von seinen Gläubigern belangt werden.

Einige Regierungsvertreter aus dem bitterarmen Land wussten davon allerdings nichts. Inzwischen beruft sich Becker in dem Verfahren nicht mehr auf seinen angeblichen Diplomatenstatus.

Ein Jahr mit Höhepunkten und Tiefschlägen

Kurz nach seiner Trennung von Lilly strahlte Boris Becker auf einer Veranstaltung in Hamburg noch Optimismus aus. „Ich bin froh, wo ich heute bin, und bereue nichts.“ Und zu seiner finanziellen Situation sagte er damals: „Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels.“

Inzwischen klingt er etwas pessimistischer: „Wie jedes Jahr hat auch dieses wieder Höhepunkte und Tiefschläge gehabt. Manche davon sind bekannt, manche nicht“, sagte Becker am vergangenen Wochenende am Rande der Spendengala „Ein Herz für Kinder“ in Berlin. Aber Becker setzt Prioritäten: „Meiner Familie geht es gut, ich bin gesund und kann nach wie vor kraftvoll zubeißen. Das ist das Wichtigste.“

Beste Lösung für die Kinder gesucht

Wie wird er angesichts der bevorstehenden Scheidung in diesem Jahr Weihnachten feiern? «Das wissen wir alle noch nicht ganz genau», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir sind alle in London ... und werden die beste Lösung für die Kinder finden.» Auf 2019 blickt er schon wieder positiv.

Das Jahr beginne für ihn gut - als Kommentator der Australian Open. Der Schritt in die Sonne und „ein bisschen Abstand von Zuhause“ seien ein schöner Anfang, sagte Becker. (ses/dpa)