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Darum steht Helene Fischer auf „Forbes“-Liste so weit oben

Fünf Fakten über Helene Fischer

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Laut „Forbes“ spielt Helene Fischer als einzige außeramerikanische Sängerin in der Weltstar-Liga. Wie sie es so weit gebracht hat.

Berlin.  Über Geld spricht man nicht. Helene Fischer schon mal gar nicht. Was Experten nicht daran hindert, ihr Vermögen zu schätzen. Sogar das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hat sich jetzt mit den Finanzen des „europäischen Superstars“ beschäftigt.

Fischer sei zwar nicht so bekannt wie US-Diven, verdiene aber schon mehr als Britney Spears und Céline Dion: Inzwischen 32 Millionen Dollar, also rund 28 Millionen Euro, soll sie in dem berechneten Zeitraum von Juni 2017 bis Juni 2018 eingenommen haben.

Zu verdanken habe sie den Geldsegen ihrer „phänomenal erfolgreichen Tournee“. Von September 2017 bis März 2018 gab Fischer 63 Konzerte mit einem durchschnittlichen Ticketpreis von 71 Euro. Dabei ist ihre Stadion-Tour mit Konzerten vor mehr als 40.000 Zuschauern noch nicht einmal in der Rechnung berücksichtigt.

Platz eins der „Forbes“-Liste geht an Katy Perry

Helene Fischer ist der einzige außeramerikanische Star in den Top Ten der Musik-Großverdienerinnen. Platz eins belegt laut „Forbes“ Katy Perry mit einem Verdienst von 83 Millionen Dollar. Ihre Erzrivalin Taylor Swift verwies sie damit auf Platz zwei.

Beyoncé, die die Liste vor einem Jahr noch anführte, ist auf Platz drei abgerutscht. Vor Helene Fischer auf Platz acht finden sich dann nur noch Pink, Lady Gaga, Jennifer Lopez und Rihanna. Dann folgen Céline Dion und Britney Spears.

Gerüchte über Helene-Fischer-Show in Las Vegas

Auftritte bedeuten für Musiker inzwischen die wichtigste Säule der Einnahmen. Die Tonträger-Verkäufe sind drastisch eingebrochen, wobei der Schlager noch besser wegkommt: Dessen Fans neigen weniger dazu, Songs zu streamen.

Dass Fischer in der Weltstar-Liga spielt, ist umso erstaunlicher, da sie sich bisher nur auf den deutschsprachigen Markt ausrichtete. Zwar gab es 2010 ein englischsprachiges „Best of“-Album, doch das wurde kaum beworben. Nach Insider-Informationen arbeitet das Team von Helene Fischer nun aber an einer Strategie für den internationalen Durchbruch mit englischen Texten. Auch über eine Las-Vegas-Show gibt es bereits Gerüchte.

Helene-Entdecker: „Sie zeigte Willen und starke Nerven“

Als absolut fit für den internationalen Erfolg hält Karl-Heinz Schweter die 34-Jährige. Der Erfinder der Schlagernacht, Deutschlands größtem Schlager-Event, gilt als einer der Entdecker der in Sibirien geborenen Sängerin. Im September 2005 begegnete er ihr erstmals bei einer kleinen Show für den Spartensender Gute Laune TV.

„Sie sah da noch ganz anders aus, war dunkelhaarig. Aber eine besondere Ausstrahlung hatte sie schon damals. Außerdem zeigte sie einen unbedingten Willen und starke Nerven.“ Er engagierte sie für seine Schlagernächte, wo er sie zwischen Topstars auftreten ließ. Fischer eroberte ihr Publikum nach und nach – der Erfolg kam nicht über Nacht.

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Helene Fischer machte Schlager sexy

Aber sie veränderte die Schlagerwelt, als es schlecht um sie bestellt war, indem sie jüngeres Publikum anzog. „Sie sorgte für Sex-Appeal“, so Schweter. Von den neuen Zielgruppen profitieren auch Sängerinnen wie Vanessa Mai oder Sonia Liebing, ist der Schlagerproduzent Stefan Pössnicker (An­dreas Gabalier, DJ Ötzi) überzeugt. Auch sie treten sexy auf, aber niemals aufreizend, auch ihre Musik ist modern, aber immer Mainstream.

„Dass eine Newcomerin wie Sonia Liebing ihren bürgerlichen Beruf aufgibt, um ein Star zu werden, hat auch mit einem Vorbild wie Helene zu tun.“ Zwar werde mit Schlager mitunter gutes Geld verdient, von Goldgräberstimmung könne dennoch keine Rede sein, sagt Schweter: „Eine Handvoll Interpreten bestimmt den Markt.“ Darunter An­drea Berg, Andreas Gabalier, neuerdings auch Maite Kelly.

Bei der Schlagernacht ist Helene Fischer übrigens seit etwa drei Jahren nicht mehr dabei. Ihre Bühne teilt sie nicht mehr. Für einen Auftritt soll sie außerdem inzwischen rund 300.000 Euro nehmen.