Unfall

17-Jähriger stirbt bei S-Bahn-Unglück – neue Erkenntnisse

In Frankfurt ist ein Jugendlicher bei einem Unfall mit einer S-Bahn getötet worden.

In Frankfurt ist ein Jugendlicher bei einem Unfall mit einer S-Bahn getötet worden.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

In Frankfurt ist ein 17-Jähriger von einer S-Bahn erfasst worden. Er starb noch an der Unfallstelle. Zwei Begleiter wurden verletzt.

Frankfurt am Main.  Ein Zug der S-Bahn in Frankfurt hat am Dienstagabend drei Personen erfasst. Ein 17-Jähriger sei dabei gestorben, teilte die Feuerwehr mit. Seine beiden Begleiter – zwei 44 Jahre alte Männer ohne festen Wohnsitz – wurden bei dem Unfall am Dienstag verletzt. Einer von ihnen schwer und einer leicht, wie der Sprecher der Bundespolizei, Klaus Arend, sagte.

Nach ersten Zeugenhinweisen soll eine der Personen hilflos im Gleis gelegen haben. Daraufhin seien die beiden anderen ebenfalls in das Gleis gegangen, um Hilfe zu leisten, teilte die Polizei am Mittwochmittag mit.

Genauer Hergang muss noch ermittelt werden

Unklar sei allerdings noch, wer von ihnen Hilfe benötigte, und wie genau es letztlich zu dem Unfall kam. Die Polizei vermutete zunächst, dass es sich um eine Mutprobe gehandelt haben könnte.

Der Unfall hat sich nach Angaben der Feuerwehr an der S-Bahn-Haltestelle Ostendstraße ereignet. Um kurz nach 16 Uhr hatte sie den Unfall über Twitter vermeldet. Die beiden Verletzten wurden in unterschiedliche Krankenhäuser gebracht.

S-Bahn-Haltestelle Ostenendstraße in Frankfurt liegt im Tunnel

An der Haltestelle Ostendstraße fährt die S-Bahn durch den Innenstadttunnel in Frankfurt. Sie liegt also unterirdisch und nicht weit von der Zentrale der Europäischen Zentralbank entfernt.

Laut Polizei standen die drei Männer auf den Gleisen an der unterirdischen S-Bahn-Haltestelle. Dort wurden sie von einem Zug erfasst. Zwei Augenzeugen des Unfalls sowie der Lokführer erlitten einen Schock.

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, dass es nach dem Unfall zu einem Verkehrschaos in der Innenstadt der Bankenmetropole gekommen sei. So sei der S-Bahn-Verkehr zeitweise eingestellt worden, Fahrgäste mussten vor allem auf Straßenbahnen umsteigen, die dann überfüllt waren.

Erst am vergangenen Samstag hatte es einen Unfall mit einer S-Bahn in Frankfurt gegeben. Ein 86-jähriger Mann war am Bahnhof Frankfurt-Süd gegen eine einfahrende S-Bahn gefallen und geriet mit seinem Arm zwischen Zug und Bahnsteigkante.

Der Mann erlitt jedoch nur Schürfwunden an Kopf und Armen. Vermutlich war er durch einen Schwindelanfall gegen die Bahn gefallen. (ac/dpa)