Müritz

Biber beschädigt Jacht – weil er eine 20-Meter-Pappel fällte

Biber fällt Baum, Baum fällt auf Jacht.

Biber fällt Baum, Baum fällt auf Jacht.

Foto: Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern

Ein Boot ist in Mecklenburg-Vorpommern von einem 20-Meter-Baum getroffen und beschädigt worden. Schuld an dem Unfall ist ein Biber.

Lübz.  So viele unglückliche Zufälle, wie sie jetzt ein Bootsführer in Mecklenburg-Vorpommern erleben musste, hat es wohl noch nie in der deutschen Binnenschifffahrt gegeben.

Seine Zehn-Meter-Motorjacht ist mitten auf der Müritz-Elde-Wasserstraße von einem rund 20 Meter hohen Baum getroffen worden. Genauer: von einer Pappel, die nur auf sein Boot fiel, weil ein Biber den Baum ausgerechnet im Moment des Vorbeischipperns zu Fall brachte.

Laut Wasserschutzpolizei war das Boot, das gerade durch ein Waldstück zwischen Lübz und Bobzin fuhr, mit zwei Urlaubern besetzt. Beide seien allerdings unverletzt geblieben, obwohl sie sich zur Zeit des Unfalls an Deck befunden hätten.

Der Vorfall hatte sich bereits am vergangenen Donnerstag ereignet, das Landeswasserschutzpolizeiamt machte ihn aber erst jetzt öffentlich.

Mehrere Tausend Euro Sachschaden

„Da war viel Glück im Spiel“, sagte ein Sprecher. Der Biber habe den Stamm mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern so geschickt „gefällt“, dass die Krone auf das Boot fiel. „Die Jacht war zum Glück aus Metall und konnte noch aus eigener Kraft nach Westen nach Parchim weiterfahren“, sagte der Sprecher. Der Schaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

(dpa/ba)

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