Unfall

Ferrari platzt bei Tempo 220 Reifen – Insassen verbrennen

Ein Feuerwehrmann löscht die Überreste eines ausgebrannten Ferrari.

Ein Feuerwehrmann löscht die Überreste eines ausgebrannten Ferrari.

Foto: Jens Führer / dpa

Zwei Männer sind in einem Ferrari verbrannt. Sie waren mit hohem Tempo auf der A27 unterwegs, als der Fahrer die Kontrolle verlor.

Walsrode.  Bei Tempo 220 Kilometer pro Stunde ist am Sonntag ein Ferrari in der Lüneburger Heide verunglückt. Beide Insassen sind in dem Wrack verbrannt, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen ist ein Reifen des Sportwagens geplatzt, der Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über den Ferrari.

Laut Augenzeugen war das Auto mit mehr als 220 Kilometern pro Stunde auf der A27 in Richtung Bremen unterwegs gewesen. Auch wenn das schnell sei, wie ein Polizeisprecher sagte, sei es an dieser Stelle erlaubt.

Ferrari-Fahrer kam ins Schlingern

Der Fahrer geriet nach dem Reifenplatzer ins Schlingern, durchbrach erst die Mittelleitplanke, dann die Seitenbegrenzung, streifte mehrere Bäume und landete schließlich neben der Autobahn im Graben.

Dort brannte der Wagen völlig aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Wagen bereits vollständig in Flammen. Die Insassen konnten nur noch tot geborgen werden.

„Den Einsatzkräften bot sich bei Ankunft ein schreckliches Bild, auf mehrere hundert Meter lagen die Trümmer des Fahrzeuges verteilt auf der Autobahn“, schreibt die Feuerwehr Heidekreis auf ihrer Facebook-Seite.

Eine Google-Maps-Karte zeigt den ungefähren Unfallort:

„Es war sofort zu erkennen, dass den Insassen nicht mehr zu helfen war“, sagte der Sprecher der Kreisfeuerwehr im Heidekreis, Jens Führer. „Die seelische Belastung der Einsatzkräfte ist bei einem so schweren Unfall groß, denn die Bilder werden die ehrenamtlichen Kräfte niemals wieder los.“

Polizei verhindert Gaffer

Bei einem der beiden Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 57 Jahre alten Mann aus Bad Oeynhausen, der zweite Mann ist noch nicht identifiziert. Die Polizei schirmte die Unfallstelle mit Fahrzeugen und Decken ab, um zu verhindern, dass Schaulustige dort fotografieren. (dpa/bekö)

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