Restaurantbesuch

Zu viel gegessen: Hausverbot im „All you can eat“-Restaurant

Ein Mann aus Bayern isst gerne Sushi – viel davon (Symbolbild).

Ein Mann aus Bayern isst gerne Sushi – viel davon (Symbolbild).

Foto: VICUSCHKA / Photocase / imago/Photocase

Ein Mann darf ein „All you can eat“-Restaurant in Landshut nicht mehr betreten. Er soll sich mehr als 100 Mal Nachschlag geholt haben.

Landshut.  So ein „All you can eat“-Buffet ist für viele hungrige Restaurantbesucher der große Traum. Man kann so viel essen, wie man möchte und bezahlt dafür meistens wenig Geld.

Das wird sich auch Jaroslav Bobrowski aus Landshut (Bayern) gedacht haben. Er war zu Gast in einem Sushi-Restaurant und wollte sich dort durch das „All you can eat“-Sushi-Angebot schlemmen. Für nur 15,90 Euro, wie die „Passauer Neue Presse“ schreibt.

Der 30-Jährige sei durchtrainiert, wiege bei einer Körpergröße von 1,72 Meter 79 Kilo. Das Restaurant habe er mit einem Bärenhunger aufgesucht. „Ich esse, bis ich satt bin“, erklärte er der Zeitung. Eine Eigenschaft, die für Ärger sorgte.

Sushi-Vielfraß erhält Hausverbot

Denn Jaroslav Bobrowski stellte sich als Alptraum für die Gastwirtin heraus. Der Landshuter holte sich laut Zeitungsbericht insgesamt 100-mal Nachschlag.

Schuld ist anscheinend eine spezielle Diät. 20 Stunden am Tag isst der Fitnesstrainer, der im Hauptberuf als Software-Entwickler arbeitet, demnach nichts – in den restlichen vier Stunden hat er Kohldampf.

Für die Restaurantchefin ging das zu weit. Sie verpasste Bobrowski Hausverbot – „weil ich zu viel esse“, so der Bayer. Auf Facebook kommentierte er seinen unschönen Restaurantbesuch mit folgenden Worten: „Habe ich das Kleingedruckte überlesen? Oder ist es ein Glückskeks mit dem Versprechen, ich würde eine erfreuliche Nachricht erhalten? Ein unschönes Erlebnis.“

Sushi-Restaurant bleibt bei seiner Entscheidung

Das Lokal bestätigte dem „Donaukurier“ das Hausverbot und entschuldigte sich dafür – doch man müsse bei der Entscheidung bleiben. Jaroslav Bobrowski sei schon öfter dagewesen und negativ aufgefallen, weil er bis zu 100 Teller esse. „Das ist nicht normal“, sagte ein Angestellter. Üblich seien bis zu 25 Teller. Letztendlich wolle man keinen Gast wegschicken, doch der Vielfraß habe einem keine andere Wahl gelassen: „Da bekommen ja die anderen Gäste nichts mehr.“ (jha)

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