TV-Moderator

Alfred Biolek macht sich Gedanken über seinen Tod

Alfred Biolek bei einer Musical-Premiere in Köln im Juli 2018.

Alfred Biolek bei einer Musical-Premiere in Köln im Juli 2018.

Foto: Henning Kaiser / dpa

TV-Koch Alfred Biolek hat keine Angst vor dem Tod und denkt über ein Leben danach nach. Das verriet der 84-Jährige in einem Interview.

Berlin.  Alfred Biolek macht sich Gedanken über den Tod und ein mögliches Leben danach. Der Tod sei nichts, vor dem er Angst habe, erklärte der Fernsehmoderator und Autor in einem Interview mit der Bild-Zeitung. „Wenn er kommt, dann kommt er. Und in meinem Alter darf der Tod auch zu mir kommen“, sagte der 84-Jährige.

Auf die Frage, ob das Alter auch gute Seiten habe, sagte er: „Ja, bestimmt. Aber welche, weiß ich gerade nicht. Mir fällt spontan nichts ein, das mit 84 besser ist als mit 48. Aber sehr viel schlechter ist das Leben im Alter auch nicht. Ich bin vielleicht gelassener.“

Biolek lebt von seinen Erinnerungen

Dazu kommt, dass Biolek keine großen Pläne mehr mache. Er unterschreibe keine Verträge für das nächste Jahr mehr: „In meinem Alter fährt man auf Sicht.“ So akzeptiere er auch, dass seine Kräfte mit dem Alter nachlassen. „Ich leben zu einem großen Teil von meinen Erinnerungen. Das finde ich toll“, so Biolek weiter. Alles, was er erledigen wollte, habe er getan. „Ich bin sehr glücklich mit meinem Leben. Ich blicke ausschließlich mit positiven Gedanken zurück.“

Der 1934 geborene Biolek gilt mit seiner Fernsehshow „alfredissimo“, die von 1994 bis 2007 im WDR lief, als Vorreiter der Kochsendungen im deutschen Fernsehen. Biolek erlitt 2010 bei einem Sturz von einer Wendeltreppe schwere Verletzungen und lag Koma. Kochen könne er heute deswegen kaum mehr: „Ich schneide die Zwiebeln oder rühre ein wenig. Mehr schaffe ich nicht.“

Biolek zieht es nicht mehr vor die Kamera

Am 8. September erscheint ein neues Kochbuch von Alfred Biolek. Vor die Kamera ziehe es den 84-Jährigen allerdings nicht mehr: „Ich würde jetzt keine Fernsehsendung mehr machen. Und auch keine im Radio.“ (dpa/epd)

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