Kaffeehauskette

Erstes Café – Starbucks wagt den Sprung nach Italien

Starbucks verspricht in Mailand Kaffeegenuss vom Feinsten.

Starbucks verspricht in Mailand Kaffeegenuss vom Feinsten.

Foto: STEFANO RELLANDINI / REUTERS

Starbucks eröffnet diesen Freitag sein erstes Café in Italien. Kann die US-Kette in der Heimat von Espresso und Cappuccino überzeugen?

Mailand/Berlin.  Starbucks, die mit rund 29.000 Lokalen weltweit wohl bekannteste Café-Kette überhaupt und der Inbegriff von amerikanischer Kaffeekultur, will nun auch in Italien erfolgreich sein.

35 Jahre nachdem Starbucks-Gründer Howard Schultz das Land bereiste und auf den italienischen Kaffee-Geschmack kam, öffnen die Amerikaner diesen Freitag ihr erstes Lokal in Italien – in Mailand.

Und es ist nicht irgendein Café. Die 2300 Quadratmeter große „Reserve Roastery“ im Zentrum der Mode-Metropole empfängt den Kunden mit edlem Ambiente, wie erste Fotos zeigen. Starbucks wolle seinen Kunden ein „Premium-Erlebnis“ bieten, erklärte denn auch Starbucks-Topmanager John Culver gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Wird den Italienern der Frappuccino munden?

Dazu gehört allerdings auch ein Premium-Preis. Der Espresso, das vielleicht klassischste aller italienischen Getränke, soll bei Starbucks in Mailand 1,80 Euro kosten. Ein stolzer Preis, ist der kleine Schwarze in vielen italienschen Bars doch immer noch für weniger als einen Euro zu haben.

Aber es bleibt natürlich nicht beim Espresso. Laut Starbucks können die Kunden in Mailand künftig zwischen mehr als hundert verschiedenen Sorten, Röstungen und Zubereitungen von Kaffee wählen.

Das Flaggschiff-Café in Mailand soll nur der erste Schritt der US-Kette in den italienischen Markt sein. Noch in diesem Jahr werden allein in der Stadt vier weitere Läden öffnen.

Dann wird sich zeigen, ob den Italienern Frappuccino oder Iced Caramel Macchiato genauso gut schmecken wie ihr Cappuccino oder Americano. Man behandle die nationale Kaffeekultur mit dem größten Respekt, „ohne irgendwem irgendetwas beibringen zu wollen“, versicherte Starbucks-Chef Howard Schultz.

Ein Vorbild für Starbucks könnte McDonald’s sein. Als der amerikanischen Burger-Brater Mitte der 80er-Jahre seine erste Filiale in Rom eröffnete, am Fuß der Spanischen Treppe, war die Aufregung groß. „Wir haben doch schon Fast Food“, schimpften Restaurantbesitzer, „unsere gute alte Pizza.“ Heute gehört McDonald’s in Italien allerorten zum Stadtbild, es gibt mehr als 500 Filialen. (W.B.)

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