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Das sagt Helene Fischer zu Chemnitz und #wirsindmehr

Fünf Fakten über Helene Fischer

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Helene Fischer hat sich bei Facebook zu Chemnitz geäußert. Sie bezieht Stellung gegen rechts. In Berlin holt sie ihre Konzert nach.

Berlin.  Sängerin Helene Fischer hatte sich bisher nicht zu politischen Themen geäußert. Am Dienstag bezog die 34-Jährige nun aber Stellung zu den Vorfällen in Chemnitz. In einem Post bei Facebook und bei ihrem Konzert in Berlin äußerte sie sich gegen rechte Tendenzen.

Mit 15.000 Fans in der Mercedes Benz Arena sang sie den Song „Wir brechen das Schweigen“. Vorher hatte sie von der Bühne aus erklärt: „Ich hab auf den sozialen Netzwerken ein kleines Statement abgegeben und ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir heute Abend dieses Lied noch intensiver gemeinsam spüren.“

„Sehen, wie groß der Zusammenhalt gleichzeitg ist“

Bei Facebook hatte sie vor Beginn des Konzertes verfasst: „Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist – das sollte uns stolz machen.“

Und benutzte für ihren Post das Hashtag der Gegenbewegung zu rechter Hetze, #wirsindmehr. Ob das einigen ihrer konservativen Fans gefällt? Sie fordert: #schreiteslaut.

Und auch, wenn sie im Netz vermied, Worte wie Fremdenfeindlichkeit zu nutzen – auf der Bühne tat sie es. Helene forderte ihre Fans auf, mitzusingen, „gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit“. Ein Fan zeichnete das auf und postete das Video bei Twitter:

Helene Fischer will, dass Liebe gewinnt

Helene tritt fünf Mal hintereinander in Berlin auf, Dienstagabend fand die erste Show statt, bis Sonntag ist sie (außer am Donnerstag) täglich in der großen Mercedes Benz Arena zu sehen. Mehr als 50.000 Menschen, die sie mit ihrer Botschaft erreichen will, wie sie bei Facebook schrieb: „Musik als Zeichen der Verbundenheit und immer ist es Liebe, die gewinnt.“

Und weiter: „Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist - das sollte uns stolz machen.“

Fischer holt in Berlin die im Frühjahr abgesagten Termine nach.

Immer wieder gab es Kritik, dass Fischer ihre Popularität nicht gegen rechte Hetze nutzt. Der Frontmann der Toten Hosen, Campino, hatte Fischer vergangenes Jahr in einem Interview heftig kritisiert.

Campino hatte Helene Fischer kritisiert

Campino: „Was wäre, wenn sie sagen würde: ‘Ich bin gegen die AfD und gegen die rechtsextreme Stimmung’? Sie würde unglaublichen Hass auf sich ziehen. Das Management würde vielleicht sagen: ‘So einen Ärger brauchen wir nicht, wir haben eine gut geölte Maschine, die perfekt läuft, also bitte in Bezug auf Politik den Mund halten’.“

Die Toten Hosen sind am Montag zusammen mit vielen weiteren Bands bei einem gemeinsamen Konzert auf.

Konzert in Chemnitz gefordert

Die bei Facebook populäre Street-Art-Künstlerin „Barbara“ hatte sich Montag im sozialen Netzwerk an Fischer gewandt. Ihr Wunsch: Dass sie auch in Chemnitz auftrete. Und so ganz klar Stellung gegen Rechts bezieht. Mehr als 20.000 Menschen gefiel das. Fischer hat bisher aber keinen Auftritt angekündigt.

„Ich äußere mich nicht oft zu politischen Dingen, gebe nie politische Statements, denn meine Sprache ist die Musik“, sagte Fischer und machte gleich eien Ausnahme: „Und deswegen heute Abend, jetzt und hier gemeinsam mit euch: Wir setzen auch ein Zeichen.“ (ses)