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In-Ear-Kopfhörer im Test: So schneiden Airpods und Co. ab

AirPods Alternativen - es muss nicht immer Apple sein

Du bist auf der Suche nach kabellosen In-Ear-Kopfhörern? Dann sind diese AirPods-Alternativen genau die richtigen für dich.

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So klein und doch sehr klangvoll: Wir haben fünf In-Ear-Kopfhörer getestet. Wer macht das Rennen – Apple, Google oder doch Sony?

Berlin. Mit den Airpods von Apple fing alles an. Die weißen Stecker waren das genaue Gegenteil bisheriger Kopfhörer auf dem Markt: klein, unauffällig und vor allem kabellos. Verpackt in einer schicken Ladeschale waren sie Vorreiter für eine wahre Flut an Nachahmern.

Mittlerweile gibt es eine stattliche Anzahl an ernstzunehmenden Konkurrenten und auch Apple hat mit den Airpods Pro nachgelegt. IMTEST, das Testmagazin der Funke Mediengruppe, hat deshalb fünf Modelle in einer Preisspanne von 149 Euro bis 271 Euro getestet.

In-Ear-Kopfhörer im Test: Jedes Ohr ist anders

Das Ohr ist bei jedem Menschen einzigartig und gilt ebenso wie der Fingerabdruck als biometrisches Merkmal. Deshalb ist es auch für die Anbieter von In-Ear-Kopfhörern so schwierig, perfekt passende Ohrhörer herzustellen. Um trotzdem möglichst jeden Kunden glücklich zu machen, behelfen sich die Hersteller mit meist drei wechselbaren Ohreinsätzen. Da sogar jedes einzelne Ohr anders ist, kann es sein, dass man zwei Ohreinsätze je Kopfhörerpaar benötigt.

Bis auf die Airpods Pro von Apple verzichten die In-Ear-Kopfhörer in diesem Test auf den Steg außerhalb der Ohrmuschel und sitzen in der sogenannten Bud-Form komplett in der Ohrmuschel. Für einen festen und optimalen Sitz muss man die Ohrhörer meist ins Ohr drehen.

Bei den Pixelbuds 2 von Google, den WF-XB700 von Sony und den Buds + von Samsung gelingt das sehr einfach, das Tragegefühl ist sehr gut. Auch beim Sport (Laufen, Rudern, Spinning) fallen sie nicht heraus. Allein die Surface Earbuds sitzen, trotz dreier verschiedener Ohrpolster, nicht hundertprozentig fest und bieten kein optimales Tragegefühl. Am einfachsten kann man aber nach wie vor die Apple Kopfhörer ins Ohr einsetzen, oder besser gesagt einhängen.

In-Ear-Kopfhörer im Test: Falltest unter Belastung

Die Angst, die kleinen Ladeschalen und Ohrstecker zu verlieren oder fallen zu lassen, kennt jeder Besitzer von In-Ear-Kopfhörern. Um Ersteres müssen sich nur Käufer der Sony- und Microsoft-Modelle Sorgen machen, sie verfügen über keine Ortungsfunktion via Smartphone-App.

Den standardisierten Falltest aus einem Meter Höhe überstehen hingegen nur die Sony- und Google-Ladeschalen. Nur bei diesen beiden bleiben die Kopfhörer sicher in der Schale und fallen nicht heraus.

In-Ear-Kopfhörer im Test: Wie funktioniert die Bedienung?

Auf einem kleinen Ohrstöpsel einen noch viel kleineren Knopf zu drücken, ist ungefähr so schwierig, wie alkoholisiert seine eigene Nasenspitze mit dem ausgestrecktem Zeigefinger zu berühren. Deshalb haben die Hersteller der Kopfhörer in diesem Testfeld auch ganz unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Bedienkonzept.

Bei Sony ist man da eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Die Bedienung der WF-XB700 ist nicht intuitiv. „Laut“ und „Leise“ liegen hier auf einem Knopf – wie genau man damit die Lautstärke regelt, erklärt erst ein Blick auf die Support-Seiten im Internet. Bei Google und Microsoft hingegen darf man drücken, wischen und berühren, bei Apple nur drücken und sonst in den Dialog mit dem allseits bereiten Sprachassistenten Siri gehen.

Das klappt übrigens sehr gut, denn wenn Siri nach einem „Hey Siri“ ein charmantes „Mhhhhh“ in die Airpods haucht, genügt ein Sprachbefehl für das gewünschte Ergebnis. Gleiches gilt für die Pixelbuds 2, die in Kombination mit einem Google-Smartphone und dem besten Sprachassistenten im Test, dem Google Assistant, sogar eine Simultanübersetzung einer Fremdsprache erlauben.

In-Ear-Kopfhörer im Test: Unterschiede beim Klang

Die Unterschiede beim Klang sind riesig. Vor allem Google, Apple und auch Samsung können gefallen. Die Airpods verfügen als einzige Kopfhörer auch über eine aktive Rauschunterdrückung. Bei den Buds + ist die Soundqualität sehr ausgewogen, Mitten und Höhen sogar exzellent, der Bass in der Normaleinstellung nicht zu kräftig. Über die App kann die Klangeinstellung sehr einfach, dafür aber dramatisch verändert werden. Eine tolle Funktion.

Die Microsoft Surface Earbuds sind klanglich eher unauffällig und können nicht so recht beeindrucken, Höhen und Mitten sind ordentlich, an Bass fehlt es, in der App lässt sich das aber individuell anpassen. Schlusslicht in puncto Klangqualität sind die WF-XB700 von Sony, die außer (Extra-)Bass nur wenig zu bieten haben. Mitten und Höhen gehören jedenfalls nicht zu den Stärken der immerhin 149 Euro teuren Ohrhörer.

In-Ear-Kopfhörer im Test: Die Gewinner und Verlierer

Apple bleibt mit den Airpods Pro das Maß aller Dinge, auch wenn der Vorsprung zu den Verfolgern deutlich geschrumpft ist. Die Pixelbuds 2 von Google und die Buds + von Samsung sind deutlich günstiger, haben ebenfalls einen tollen Klang – allein die fehlende Rauschunterdrückung verhindert eine bessere Platzierung.

Die Ergebnisse in der Zusammenfassung

1. Platz:

AirPods Pro Apple

Preis: 271,75 Euro

Die besten Kopfhörer im Test zeigen, wie es geht. Toller Klang und Tragekomfort. Allein die Akkulaufzeit ist mit vier Stunden zu kurz. Pro: Exzellente ein- und ausschaltbare Rauschunterdrückung. Contra: Ladeschale öffnet sich im Falltest, Kopfhörer fallen heraus. (Ergebnis: 1,8)

2. Platz:

PixelBuds 2 Google

Preis: 193,98 Euro Kompakt, wertige Haptik und innovative Funktionen gepaart mit tollem Klang. Ein starker zweiter Platz für Google. Pro: Die beste Ersteinrichtung auf dem Smartphone – intuitiv und lehrreich. Contra: Keine Rauschunterdrückung, aber automatische Klanganpassung. (Ergebnis: 2,0)

3. Platz:

Buds + Samsung

Preis: 164,73 Euro

Die Buds + bekommen bald einen Nachfolger mit Rauschunterdrückung. Wer das nicht braucht, macht mit den Buds + alles richtig. Pro: Die gemessene Akkulaufzeit von 10,5 Stunden ist Benchmark. Contra: Keine Rauschunterdrückung (Noise-Cancelling). (Ergebnis: 2,1)

4. Platz:

Surface EarBuds Microsoft

Preis: 213,99 Euro

Für die im Test gezeigten Leistungen sind die Surface Earbuds einfach zu teuer. Die Garantiezeit ist mit einem Jahr zu kurz. Pro: Akkulaufzeit liegt mit acht Stunden auf einem hohen Niveau. Contra: Keine Rauschunterdrückung (Noise-Cancelling). (Ergebnis: 2,7)

5. Platz

WF-XB700 Sony

Preis: 149 Euro

Außer bei Ergonomie können die Kopfhörer von Sony in keinem Testpunkt überzeugen. Zu wenig, um die Airpods anzugreifen. Pro: Beim Falltest bleibt das Gehäuse unbeschadet und geschlossen. Contra: Keine Rauschunterdrückung (Noise-Cancelling). (Ergebnis: 3,0)

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