Tourismus

Coronavirus in Frankreich: Das müssen Urlauber beachten

Urlaub in Zeiten von Corona: Das müssen Sie wissen

Das Coronavirus hat die Urlaubsplanung vieler Menschen komplett umgeworfen. Doch es gibt Hoffnung für den spontanen Sommerurlaub: Immer mehr Lockerungen treten in Kraft.

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Frankreich meldete zuletzt erneut steigende Infektionszahlen. Die Behörden sehen das Land aber gewappnet. Das sollten Touristen wissen.

Paris Frankreich wurde von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen, mehr als 30.000 Menschen sind in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Doch auch wenn die Infektionszahlen zuletzt wieder anstiegen und die Hygieneregeln noch immer gelten, ist in Frankreich wieder weitgehend Normalität eingekehrt. Wir erklären, was Urlauber aus Deutschland jetzt wissen müssen.

Wie ist das Infektionsgeschehen in Frankreich?

Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten am 23. Juli, dass die Infektionszahlen bereits die dritte Woche in Folge schneller stiegen. Das Land zählte damit erstmals seit mehreren Wochen wieder mehr als 1000 gemeldete Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Covid-19-Fälle sei in den vergangenen Wochen prozentual schneller gestiegen als die Zahl der durchgeführten Tests.

„Die Sommerferien sind besonders empfänglich dafür, risikoreiches Verhalten zu fördern, insbesondere im Zusammenhang mit familiären oder freundschaftlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften“, so die Gesundheitsagentur Santé Publique France. Diese Entwicklungen begünstigten jedoch ein Wiederaufflammen der Epidemie.

Hinzu komme die Mobilität der Menschen während der Sommerferien, welche das Identifizieren von Kontaktpersonen viel schwieriger mache. Das Fortschreiten der Virusübertragung sei zwar bestätigt, bleibe aber moderat und sei kontrollierbar durch die strikte Anwendung der bekannten Maßnahmen wie Abstand halten und Masken tragen.

Seit dem 20. Juli gilt in Frankreich für Personen ab 11 Jahren erstmals eine Maskenpflicht in allen Geschäften und anderen geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 135 Euro.

Wegen der Entdeckung von 54 neuen Corona-Infektionsfällen werden nun auch die Strände rund um Quiberon in Westfrankreich am Abend wieder geschlossen. Auch Parks und Gärten dürfen am Abend ab 21.00 Uhr nicht mehr besucht werden, wie die Behörden der Stadt in der Bretagne mitteilten. Die meisten Infizierten seien junge Leute, die an privaten Treffen teilgenommen oder in Bars gewesen seien.

Hintergrund: Urlaub trotz Corona: Für diese Länder gilt eine Reisewarnung

Ist Frankreich ein Corona-Risikogebiet?

Das Auswärtige Amt spricht aktuell keine Reisewarnung für Frankreich aus. Auch das Robert Koch-Institut führt Frankreich derzeit nicht auf der Liste der Risikogebiete.

Kann ich in Frankreich Urlaub machen?

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen, spezielle Unterlagen sind nicht nötig. Die internationalen Flughäfen sind für den Touristenverkehr wieder geöffnet. Allerdings will Frankreich seine EU-Binnengrenzen noch bis Ende Oktober 2020 kontrollieren, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Dies erfolge aber aus „nicht pandemiebedingten Gründen“.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet, das Disneyland in der Nähe der französischen Hauptstadt empfängt wieder Besucher. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Sie müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden.

Hintergrund: Urlaub zu Corona-Zeiten: Diese Regeln gelten in den Ländern

Ausnahmen gelten für die französischen Überseegebiete. Touristische Reisen ohne triftigen Grund nach Französisch-Guyana, Mayotte, Neu-Kaledonien, Wallis und Futuna sind noch nicht gestattet. Die französische Regierung rate zudem grundsätzlich von Reisen nach Mayotte und Guyana dringend ab, wie das Auswärtige Amt mitteilt.

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(mbr/dpa/afp)