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Bafög und Mindestlohn: Das ändert sich ab April 2020

Das ändert sich 2020 für alle

Härtere Strafen, mehr Pflichten, mehr Geld. Im neuen Jahr treten viele neue Gesetze in Kraft. Die wichtigsten Änderungen erfahren Sie im Video.

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Ab dem 1. April gelten neue Gesetze und Regelungen. Das ändert sich beim Mindestlohn, im Flugverkehr und bei der Bafög-Rückzahlung.

Berlin. Auch wenn die Corona-Krise die Welt weitgehend lahmlegt – neue Gesetze und Regelungen gelten auch ab April 2020. Wichtige Änderungen gibt es ab dem 1. April im Bereich Flugverkehr, Bafög und Mindestlohn.

Das ändert sich ab April 2020:

Bafög-Rückzahlung

Ab April gelten für Bafög-Rückzahler neue Regeln: Die monatliche Rückzahlungsrate wird von 105 Euro auf 130 Euro angehoben. Die maximale Rückzahlungssumme liegt in Zukunft bei 10.010 Euro statt wie bisher 10.000 Euro.

Bafög-Empfänger, die vor August 2019 Zahlungen erhalten hatten, konnten sich noch bis Ende Februar 2020 zwischen dem alten und dem neuen Weg der Rückzahlung entscheiden. Laut der neuen Regelung müssen Geförderte das Bafög maximal für 77 Monate einkommensabhängig zurückzahlen – egal ob die 10.010 Euro nach dieser Zeit voll getilgt wurden oder nicht. Ein klarer Vorteil für Geringverdiener.

Steuern auf Flugtickets

Auch wenn der Flugverkehr derzeit aufgrund der Corona-Pandemie drastisch reduziert wird und die Fluggesellschaften sich in einer schweren Krise befinden , werden Flugtickets zum 1. April stärker besteuert und damit unattraktiver für den Verbraucher.

Um den Klimaschutz voranzutreiben, hat die Bundesregierung beschlossen, die Besteuerung von Flugtickets um 40 Prozent anzuheben. Flugtickets stärker besteuern. Die Luftverkehrssteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten steigt um 5,65 Euro auf 13,03 Euro pro Ticket.

Für Flüge bis 6.000 Kilometer steigt die Steuer um 9,96 Euro auf 33,01 Euro, bei Langstreckenflügen ab 6.000 Kilometer erhöht sich die Abgabe um 18 Euro auf 59,43 Euro. Billig-Flugtickets für wenige Euro will die Regierung ebenfalls verhindern: Der reine Flugpreis darf nicht mehr unter dem Preis für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren zusammen liegen.

Mindestlohn im Baugewerbe steigt

Ab 1. April steigt der Mindestlohn für Beschäftigte im Baugewerbe. In der Lohngruppe 1, also für Hilfsarbeiter auf dem Bau, erhöht sich die Lohnuntergrenze auf 12,55 Euro pro Stunde.

Für Facharbeiter der Lohngruppe 2 steigt der Mindestlohn in Westdeutschland von 15,20 Euro auf 15,40 Euro pro Stunde, in Berlin von 15,05 Euro auf 15,25 Euro. In Ostdeutschland gibt es den Mindestlohn für Facharbeiter derzeit nicht. (mbr)

Auch im März sind einige neue Gesetze und Regelungen vor allem im Bereich Gesundheit in Kraft getreten. Die Änderungen betreffen besonders Eltern und chronisch Kranke. (mbr)