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Corona-Isolation: So wird das Wohnzimmer zum Fitnessstudio

Quarantäne-Sport: Fitnessübungen für zu Hause

Wer in Coronavirus-Quarantäne zu Hause hocken muss, braucht nicht einzurosten. Wir zeigen einige sportliche Übungen für zu Hause, für die Sie wenig Platz und keine Geräte brauchen.

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Bleibt das Fitnesscenter wegen des Coronavirus geschlossen, sind Apps und Online-Kurse eine Alternative. Hier sind einige Empfehlungen.

Berlin. Fitnessstudios, Sporthallen und Schwimmbäder haben in vielen Bundesländern geschlossen. Das Coronavirus hat nicht nur den Profisport zum Erliegen gebracht. Auch Hobbysportler müssen ihr Training jetzt verlagern. Joggen und Radeln in der Natur sind noch machbar. Doch wer zu Hause bleiben muss oder lieber unter Anleitung eines Trainers schwitzt, der kann vor dem Bildschirm Sport treiben – mithilfe von Online-Fitnessstudios und Sport-Apps.

Viel benötigt man dafür nicht. Entweder einen Computer oder Laptop, es genügt aber auch ein Smartphone oder Tablet-PC.

Der Vorteil im Vergleich zum normalen Fitnessstudio: Die Kurs-Videos sind 24 Stunden lang abrufbar und lassen sich beliebig oft wiederholen und stoppen. Man muss keinen Jahresvertrag abschließen. Die Angebote haben flexible Mindestlaufzeiten oder gar keine. Es reichen bequeme Kleidung, eine rutschfeste Unterlage und etwas Platz vor dem Bildschirm – und es kann losgehen! Denn Sport ist gesund und neuesten Erkenntnissen zufolge kann Muskelaufbau das Leben verlängern. Vier Fitnessangebote im Vergleich:sport ist gesund- so kann muskelaufbau das leben verlängern sport ist gesund- so kann muskelaufbau das leben verlängern

Fitness-Programme wie Gymondo versprechen 750 Work-outs

Das Programm ist der deutsche Marktführer unter den Online-Fitnessstudios. Bei der Anmeldung legt man zunächst ein Fitnessprofil an. Dabei werden Basisdaten wie Größe und Gewicht abgefragt. So empfiehlt Gymondo passende Kurse. Die Einheiten sind breit gefächert – von zehn Minuten bis zu über einer Stunde.

Gymondo verspricht über 60 Fitnessprogramme, 750 Work-outs und 2000 Fitnessrezepte. Die Kurse sind abgestimmt auf das eigene Vorhaben: Abnehmen, Muskelaufbau, Entspannung mit Yoga und Pilates und vieles mehr. Auch Programme für Mütter nach der Geburt sind dabei. Die Übungen entsprechen laut Anbieter der neuesten Trainingslehre. Praktisch: Jedes Übungsvideo verrät, wie viele Kalorien verbrannt und welche Körperpartien besonders beansprucht werden.

Preise: Die kürzeste Laufzeit sind drei Monate. Dann kostet die Mitgliedschaft pro Monat 10,39 Euro. Günstiger ist eine Jahresmitgliedschaft für 5,59 Euro monatlich. Gymondo lässt sich sieben Tage lang kostenlos testen. In dieser Zeit kann man jederzeit kündigen. Achtung: Wer bis zum Ende der Testphase nicht kündigt, der schließt automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft ab.

Fitness-Alternative: Fitnessraum.de

Die gute Alternative zu Gymondo. Das Online-Fitnessstudio wirbt mit seinem Umfang: Mehr als 1000 Kurse, 30 Programme und 20 Sportarten warten auf registrierte Mitglieder. Monatlich sollen neue Kurse hinzukommen. Für Motivation und Anleitung sollen rund 30 erfahrene Trainerinnen und Trainer sorgen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Muskelaufbau, Abnehmen, Rückenprogramme oder Yoga.

Aus dem riesigen Kursangebot lässt sich filtern, je nachdem was das eigene Ziel ist, wie viel Zeit man mitbringt und ob man Einsteiger oder erfahrener Sportler ist. Wie bei Gymondo lassen sich ganze Trainingspläne erstellen. Beide Anbieter ergänzen ihr Angebot in der App zum Beispiel mit Rezepten und Ernährungstipps.

Preise: Fitnessraum.de liegt preislich etwas höher als Gymondo. Das Abo für drei Monate kostet hier 14,90 Euro monatlich, das Jahresabo 9,90 Euro im Monat. Allerdings lässt sich – anders als bei Gymondo – ein Ein-Monats-Abo für 16,90 Euro abschließen. Wie bei Gymondo sind die ersten sieben Tage Training gratis. In der Testphase kann man kündigen, bevor eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zustande kommt.

Online-Fitness für Fortgeschrittene: Freeletics

Die Fitness-App will mit ihrer großen Nutzergemeinschaft punkten. Angeblich über 40 Millionen Sportbegeisterte nutzen die Anwendung weltweit und tauschen sich aus. Das Programm ist weniger stark auf Frauen ausgerichtet als bei Gymondo und Fitnessraum.de. Der Schwerpunkt liegt auf Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und Einheiten in der Natur. Dabei lassen sich auch Spielplätze oder Sportplätze als Trainingsbereich nutzen. Zielgruppe sind eher jüngere oder fortgeschrittene Sportler, weniger der Einsteiger.

Preise: Grund-Übungen und -Inhalte für einige Sportarten sind kostenlos abrufbar. Danach muss man sich für drei Monate binden und zahlt ab 35 Euro pro Monat. Das Jahresabo kostet rund 80 Euro. Freeletics bietet eine Geld-zurück-Garantie, mit der man das Angebot 14 Tage kostenlos testen kann.

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Erst einmal entspannt einsteigen: YogaEasy

Das nach eigenen Angaben größte Online-Yoga-Studio in Deutschland richtet sich gleichermaßen an Anfänger und Fortgeschrittene. In rund 700 Videos und 30 geführten Programmen können Nutzer alle wichtigen Stile des Yogas kennenlernen und in Einheiten üben. Bevorzugte Videos lassen sich in einer Abspielliste speichern. Wer im Park oder unterwegs üben möchte, kann die Videos herunterladen und auch ohne Internetverbindung abspielen.

Preise: Ausgewählte Inhalte sind komplett kostenlos. Den gesamten Umfang von YogaEasy können Nutzer sieben Tage gratis testen. Wer mehr möchte, kann dann verschiedene Abos hinzubuchen. Das Ein-Monats-Abo kostet 16 Euro, das Jahresabo 130 Euro.

Spartipp: Wer für Training vor dem Bildschirm kein Geld ausgeben möchte, findet auf der Videoplattform Youtube zahllose deutschsprachige Videos. Die Palette reicht auch dort von Grundübungen für Einsteiger über Fitness und Krafttraining bis hin zu Yoga. Zu den meistbesuchten zählen die Kanäle von Pamela Reif, Sophia Thiel sowie der Yoga-Kanal HappyAndFitYoga.

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