US-Wahlkampf

Joe Biden attackiert Donald Trump – der reagiert prompt

Biden fordert Ende der Rassendiskriminierung in den USA

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat ein Ende von Rassendiskriminierung in den USA gefordert. In einer Videobotschaft beim Gedenkgottesdienst für George Floyd positionierte er sich damit als Gegenpol zu Präsident Donald Trump.

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Im Wahlkampf wird der Ton härter: Biden bezeichnete Trump als ersten Rassisten im Amt des US-Präsidenten. Trump reagierte prompt.

Washington. 

  • So langsam wird der Ton rauer: 2020 stehen die US-Wahlen an und Joe Biden will Donald Trump als US-Präsident ablösen
  • Dafür geht der frühere Vizepräsident von Trumps Vorgänger Barack Obama zum Angriff über und kritisiert scharf
  • Er bezeichnet Trump als ersten Rassisten, der zum US-Präsidenten gewählt wurde

Im US-Wahlkampf verhärten sich die Fronten: Joe Biden, der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, hat den aktuellen Präsidenten Donald Trump am Mittwoch bei einem virtuellen Treffen mit Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen als Rassisten bezeichnet.

Als ein Teilnehmender dort den mit der Corona-Pandemie zusammenhängenden Rassismus beklagte und erwähnte, dass Trump das Virus als „China-Virus“ bezeichnet, schloss Biden daran an: Trump sorge für eine „Ausbreitung des Rassismus“ sagte der ehemalige Vize-Präsident.

„Die Art, wie er mit Menschen umgeht, basierend auf ihrer Hautfarbe, ihrer nationalen Herkunft, woher sie kommen“, fuhr Biden fort, „ist absolut widerlich“. Kein amtierender Präsident habe das jemals getan, egal ob Republikaner oder Demokrat, so Biden.

Biden: Trump will vom Umgang mit der Pandemie ablenken

Es habe immer Rassisten gegeben, die versucht hätten, zum Präsident gewählt zu werden, sagte Biden. „Er ist der erste, der es geschafft hat.“ Trump spiele Menschen gegeneinander aus und teile die Gesellschaft, anstatt sie zusammenzuführen. Biden warf dem Präsidenten zudem vor, das Thema ethnische Herkunft als Keil zu missbrauchen, um von seinem Umgang mit der Pandemie abzulenken.

Hintergrund: Trump ändert Strategie - Warum der Präsident die Reißleine zieht

Trump selbst reagierte am Mittwoch auf Bidens Kommentare, indem er auf Pläne seiner Regierung verwies, das Strafjustizsystem zu reformieren und in urbane Gegenden zu investieren. Zudem sei die Arbeitslosenrate in Minderheiten-Communitys vor der Pandemie sehr niedrig gewesen. „Ich habe mehr für schwarze Amerikaner getan als je jemand zuvor, außer vielleicht Abraham Lincoln“, sagte Trump.

Am 3. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Dann wird sich zeigen, ob die schwarze Bevölkerung Trumps Selbsteinschätzung zustimmt. Lesen Sie hier: Donald Trump wird mit diesem leichten Test konfrontiert.

Joe Biden – Mehr zum Thema

Der US-Wahlkampf geht in die heiße Phase. Wird Trump eine Wahlniederlage akzeptieren? In einem Interview sät der Präsident Zweifel. Doch die Pandemie traf auch Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten: Die Corona-Krise legt auch Joe Biden weitestgehend lahm. Zudem waren schwere Vorwürfe gegen Biden laut geworden: Nach Vergewaltigungsvorwürfen – Rückzug von Biden gefordert.

(reb)