Präsidentschaft

Umfrage vor US-Wahl: Biden aktuell 14 Prozent vor Trump

Obama hilft Biden beim Spendensammeln

Der frühere US-Präsident Barack Obama unterstützt seinen einstigen Stellvertreter Joe Biden beim Spendensammeln für den Wahlkampf. Niemandem traue er so wie seinem früheren Vize zu, "das Land zu heilen und wieder in die Spur zu bringen".

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Biden oder Trump – wer macht das Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl im November? Laut einer neuen Umfrage liegt der Demokrat vorn.

Washington.  Joe Biden hat seinen Vorsprung vor US-Präsident Donald Trump weiter ausgebaut. Wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA liegt er einer neuen Umfrage zufolge 14 Prozentpunkte vor Amtsinhaber Trump. 50 Prozent der Befragten würden den Kandidaten der Demokraten wählen, nur 36 Prozent den Republikaner Trump, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der „New York Times“ und des Siena Colleges ergab.

In den Umfragen zuvor hatte Biden im Durchschnitt zehn Punkte Vorsprung vor dem Präsidenten. Biden habe einen großen Vorsprung bei Frauen, Afroamerikanern und Latinos aufgebaut, hieß es in der neuen Umfrage.

Trump verliert Unterstützung in wichtigen Wählerschichten

Auch bei den männlichen Wählern, Weißen und Menschen mittleren und höheren Alters, die eher die Republikaner wählen, habe der Herausforderer mit Trump gleichgezogen. Trump hingegen verlor laut „New York Times“ die Unterstützung wichtiger Wählerschichten, nachdem der Umgang der Regierung mit der Pandemie sowie mit den Anti-Rassismus-Protesten im Land auf heftige Kritik gestoßen war.

So nahm auch die Zustimmung für den Amtsinhaber unter den Weißen mit College-Abschluss ab – eine Wählergruppe, auf die die Republikaner in der Regel zählen. Laut „New York Times“ wurden 1337 Wähler zwischen dem 17. bis 22. Juni befragt.

Hintergrund: US-Wahl 2020: Trump gegen Biden – Was man jetzt wissen muss

Nach den Erfahrungen der vorangegangenen Wahl sind die Ergebnisse für die Wahl im November jedoch mit Vorsicht zu genießen: 2016 führte die Demokratin Hillary Clinton während des gesamten Wahlkampfes die Umfragen an – am Ende verlor sie die Abstimmung gegen Trump.

Mehr zu den US-Präsidentschaftskandidaten Trump und Biden:

Der amtierende Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Wochenende einen Wahlkampfauftritt in Tulsa abgehalten. Tausende leere Sitze verhagelten Trump aber die Rückkehr auf die Wahlkampfbühne. Unterdessen hat der ehemalige Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, ein Buch über Donald Trump veröffentlicht – mit brisanten Details. Berichte, denen zufolge Trump eine Wahlkampfniederlage nicht akzeptieren würde, hat er zurückgewiesen.

Präsidentschaftskandidat Biden hatte am Tag der Beerdigung des getöteten George Floyd tröstende Worte verkündet. „George Floyd wird die Welt verändern“ , sagte er. Lesen Sie außerdem, wie Biden mit der aktuellen Krise umgeht.

(jb/afp)