Flüchtlinge

Jung, geflohen – und auch in Deutschland alleingelassen?

Flüchtlinge: Zahl der Asylanträge sinkt weiter

Flüchtlinge in Deutschland: Die Zahl der Asylanträge geht zurück.

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Obwohl es Platz für bis zu 5000 gibt, wurden nur 50 Flüchtlinge aus Griechenland aufgenommen. Einrichtungen scheuen schwierige Fälle.

Berlin. Die höchste Instanz setzt der monatelangen Odyssee des jungen Mamadou ein Ende. Das Berliner Oberlandesgericht beschließt: Die Hauptstadt muss dem jungen Mann aus dem westafrikanischen Guinea eine vorläufige Duldung ausstellen. Mamadou darf bleiben.

Er kann nicht abgeschoben werden, ihm fehlen Papiere. Und Mamadou braucht Hilfe, er ist schwer traumatisiert, leidet unter Rheuma, ist an Hepatitis erkrankt. Das Jugendamt in Berlin übernimmt den Fall, die Ausländerbehörde aber sieht die Hauptstadt nicht zuständig. Und Brandenburg hält Mamadou für volljährig, will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Behörden schieben den Fall ab, die Akte wandert hin und zurück. Selbst gegen ein Gerichtsurteile wird Widerspruch eingelegt.

Mamadou war einige Zeit in einer Jugendhilfe in Brandenburg in Obhut, doch er türmte in die Hauptstadt. Für ihn, so schildern es sein Anwalt und seine Betreuer in Berlin, sei es nicht mehr auszuhalten gewesen in der Einrichtung auf dem Land. Was genau vorgefallen ist, habe er nicht sagen wollen. Auch der Landkreis kommentiert den Fall nicht.

Monatelang auf der Straße, Drogendealen im Park

Der Fall Mamadou aus Guinea ist ein Extremfall, so schätzen es mehrere Fachleute ein, die minderjährige Jugendliche nach ihrer Flucht nach Deutschland betreuen. Nach Angaben seiner Betreuer ist Mamadou heute 16 Jahre alt, das Jugendamt sieht sich zuständig, doch nun laufen weitere Gerichtsverfahren mit der Ausländerbehörde in Berlin, die ihn auf 19 Jahre schätzt.

Das Alter ist relevant, denn Minderjährige unterliegen besonderem Schutz. Wer erwachsen ist, verliert Privilegien. Der Fall Mamadou zeigt: Junge Flüchtlinge werden nicht selten zerrieben im Kompetenzstreit zwischen Behörden. Manche verschwinden ganz vom Radar des Staates.

Der Umgang mit Minderjährigen ist für den Staat ein Kraftakt: enge Betreuung kostet, zugleich hat sich Deutschland durch internationale Konventionen zum Schutz verpflichtet.

Mamadou suchte den Schmerz

Mamadou lebte in Berlin mehrere Monate auf der Straße, schlug sich durch, auch indem er Drogen im Görlitzer Park verkaufte. Geriet mit der Polizei in Konflikt, mit anderen Dealern. Mamadou, klein und schmächtig, habe sich mit Älteren und Größeren angelegt. Mamadou suchte den Schmerz.

So erzählt es Daniel Jasch. Er arbeitet bei beim Beratungszentrum BBZ in Berlin. Jasch kennt Mamadou schon lange, hat viele Stunden mit ihm gesprochen. Das erste Mal sei Mamadou blutend in die Einrichtung gekommen. „Wir hatten Angst, dass er den Winter in Obdachlosigkeit nicht überlebt“, sagt Jasch.

Denn oft sind die Jungen und Mädchen erst 13 oder 14 Jahre alt, wenn sie aus ihrer Heimat fliehen. Oder zur Flucht gezwungen werden. Über Monate sind sie auf sich alleine gestellt, oftmals Opfer von Gewalt. Fälle von Menschenhandel und Missbrauch sind dokumentiert. Auch Mamadou, sagt Begleiter Jasch, sei extrem verängstigt und verschlossen gewesen. Ein Gespräch mit einem Reporter lehnt der junge Afrikaner ab. Es sei zu aufwühlend für ihn, erklärt einer seiner Betreuer.

Die Zahl der minderjährigen Geflüchteten weltweit steigt drastisch an

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Zahl der Minderjährigen auf der Flucht laut UN-Kinderhilfswerk verfünffacht. Allein in Europa stellten allein 2015 und 2016 rund 170.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Antrag auf Schutz. Ihre Routen hierher, so die UN-Experten in einem Bericht, werde zudem immer gefährlicher – auch weil sie Schleppern und Menschenhändlern ausgeliefert seien .

Im April, mitten in der Corona-Krise, kamen auch minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland. Sie mussten nicht abhauen, ihre Fälle mussten nicht durch Gerichte geklärt werden. Mit einem eigens gemieteten Flieger landeten knapp 50 Kinder und Jugendliche aus den völlig überfüllten Zeltlagern auf den griechischen Inseln in Hannover – trotz dichter Grenzen in Zeiten der Pandemie.

Flüchtlingskinder als Politik-PR?

Die Kinder sind ein Politikum. Die Bundesregierung will zeigen: Wir tun etwas – und so andere EU-Staaten zur Aufnahme von Minderjährigen aus den Lagern in Griechenland überzeugen. Zuvor hatte Luxemburgs Außenminister zwölf junge Geflüchtete aus den Camps auf Lesbos und Chios sogar per Staatsempfang begrüßt, Fernsehkameras waren willkommen.

Zwei Wochen waren die Kinder und Jugendlichen in einer Einrichtung in Niedersachsen in Quarantäne, wurden zuvor auf Corona-Infektionen getestet. Alle sind negativ. Ein Besuch sei für Journalisten nicht möglich.

Die Betreuer halten sich bedenkt mit Informationen über Flüchtlinge aus Griechenland

Man versichere, den jungen Menschen gehe es gut, sie seien „in einem stabilen Zustand“ – abseits von Zahnschmerzen oder Krätze und Läuse, denn auf Lesbos lebten viele über Monate in Zelten im Dreck und nur wenigen Duschen und Toiletten. Wie es den jungen Menschen psychisch geht, darüber lassen die Betreuer wenig nach außen dringen. Klar ist, Monate in einer überfüllten Zeltstadt übersteht kaum ein Jugendlicher unbeschadet.


Die Kinder und Jugendlichen wurden nun verteilt auf die Städte und Gemeinden, nach Hamburg, Berlin, Niedersachsen und in andere Orte.

Eigentlich wollte Deutschland mehr als 300 Flüchtlingskinder aufnehmen. Doch die Aktion stockt. Seit Wochen kommen keine Minderjährigen mehr. Offenbar hat die Bundesregierung Probleme, Kinder aus den Lagern auszuwählen.

Laut Beschluss will die Koalition vor allem junge und behandlungsbedürftige Mädchen von den griechischen Inseln ausfliegen, die ohne Eltern dort sind. Doch davon gibt es offenbar gar nicht viele auf den Inseln. „Wenn es noch junge und unbegleitete Mädchen gibt, nehmen wir die sofort“, heißt es aus den Behörden.

Eine Delegation aus Deutschland reist nach Athen, sucht nach Kindern

Anfang Juni reiste eine Delegation von Fachleute aus dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach Athen. Man sei bereit, Flüchtlinge wie verabredet aufzunehmen, sagte der Sprecher des Ministeriums. Aber die Bundesregierung brauche noch „ein klares Bild, wie viele Kinder dort unbegleitet, dringend behandlungsbedürftig“ seien. „Im Moment sind wir für eine Aufnahmeentscheidung noch nicht ausreichend informiert.“

Derweil vergehen Wochen. Wochen, in denen viele Tausende vor allem junge Geflüchtete in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln in Zelten leben. Zwischen Schlamm, Müll und Zäunen.

Die Welt der minderjährigen Flüchtlinge – sie liegt meist irgendwo zwischen Obdachlosigkeit und Gerichtsprozessen und Charterflieger und Staatsempfang. Zwischen dem Leben von Mamadou und den Kindern, die nun per Regierungsflieger nach Deutschland kamen.

Viele deutsche Städte waren auf den Andrang 2015 nicht vorbereitet

Unsere Redaktion hat mit Betreuerinnen und Pädagogen gesprochen, mit Polizisten und Anwälten, mit Verbänden und Behörden. Es zeigt sich vor allem eines: Viele deutsche Städte waren auf den Andrang von Minderjährigen nach 2015 nicht vorbereitet. Dann rüstete der Staat auf.

Jetzt aber kommen immer weniger Asylsuchende nach Deutschland, stellten 2016 knapp 36.000 junge Flüchtlinge einen Asylantrag in Deutschland, 2019 waren es noch knapp 2700. Einrichtungen werden frei, manche machen dicht. Kann Deutschland wieder mehr aufnehmen?

Platz für 5000 minderjährige Flüchtlinge von den griechischen Inseln?

Tobias Klaus vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) sagt, bundesweit seien 2000 Plätze in Betreuungseinrichtungen für junge Flüchtlinge frei. „Mit etwas Vorlauf können sogar 4000 bis 5000 minderjährige Geflüchtete versorgt und untergebracht werden.“ Allein auf der griechischen Insel Lesbos leben mehr als 20.000 Menschen. Etliche sind noch Kinder.

Die Bundesregierung will auf Nachfrage unserer Redaktion keine Position beziehen, ob die Kapazitäten für mehr Kinder aus Griechenland vorhanden sind. Insgesamt plant Deutschland die Aufnahme von 350 Minderjährigen aus den überfüllten Lagern. Dafür, heißt es im Familienministerium, seien ausreichend Plätze in der Jugendhilfe vorhanden.

Ute Jünemann arbeitet beim Kinder- und Jugendhaus Sankt Josef in Schleswig-Holstein. Sie habe selbst erlebt, wie 2015 und 2016 an manchen Tagen zehn junge Flüchtlinge vor der Tür der Einrichtung standen. „Wir wussten auch nicht, wie die zu uns gekommen sind. Das Jugendamt kannte sie auch nicht.“

Fast 10.000 junge Geflüchtete galten als „vermisst“

Heute sei das anders. Die Ämter machen Gesundheitschecks, die Behörden nehmen Fingerabdrücke, die Kinder sind registriert, werden in die Landkreise verteilt. „All das läuft jetzt besser“, sagt Jünemann.

Und doch: Immer wieder tauchen junge Flüchtlinge ab. So wie Mamadou aus Guinea, der von Brandenburg nach Berlin floh. Es waren mal fast 10.000. Nun gelten noch mehr als 1700 unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland als vermisst. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien, Marokko, Guinea und Somalia .

Viele ziehen weiter, wollen zu Verwandten, in Deutschland, in anderen EU-Staaten wie Schweden oder Frankreich. Und melden sich nicht ab. Andere ziehen vom Land in die Metropolen, wie Berlin oder Hamburg. Je nachdem, wo schon viele Landsleute leben, sagen Experten.

Wer als Kind oder Jugendlicher aus seiner Heimat abhaue, fliehe laut einem Bericht der Bundesregierung vor allem vor Krieg und Verfolgung, aber auch vor Perspektivlosigkeit. Oft auch vor Gewalt in der Familie, Zwangsrekrutierung zum Militär oder vor Schleppernetzwerken. Viele wuchsen als Waisenkinder auf.

Junge Menschen kommen mit „falschen Erwartungen“ nach Deutschland

Die Not macht junge Menschen mobil. 13-Jährige überwinden Kontinente, allein. Doch das deutsche Asylsystem ist mit diesem Drang der Jugendlichen nur bedingt kompatibel. Asylsuchende werden vor allem nach Quoten verteilt. Auch um Großstädte zu entlasten.

Wenn Jugendliche abtauchen, dann meist in den ersten Tagen, nachdem sie in den Einrichtungen der Jugendhilfe gelandet sind, sagen Experten. „Die jungen Menschen ruhen sich kurz aus, schlafen viel, sammeln Kraft und dann ziehen sie weiter, in ein anderes EU-Land, in eine andere deutsche Stadt“, sagt Betreuerin Jünemann.

Unverständnis, Ärger – manche halten es nicht aus

Die jungen Menschen kämen oftmals mit falschen Erwartungen nach Deutschland. „Sie träumen von einer Arbeit, einer eigenen Wohnung, wollen Freiheit genießen“, sagt Jünemann. „Doch dann müssen sie hier erstmal lernen, dass sie ohne Volljährigkeit nur wenig machen können und streng in der Obhut der Einrichtungen stehen.“

Und Schutz heißt auch Kontrolle. Ein 16 Jahre alter Junge aus Afghanistan hat sich monatelang alleine auf der Flucht durchgeschlagen bis nach Deutschland – und auf einmal ist bei der Jugendhilfe um 22 Uhr Nachtruhe. „Hier prallen Lebenswelten aufeinander“, sagt Jünemann. Die Folge: Unverständnis, Ärger. Manche halten es nicht aus – ziehen los.

Flüchtlinge fliehen von ihren Familienmitgliedern in Deutschland

Sozialarbeiter Jasch in Berlin berichtet von jungen Geflüchteten, die in Deutschland lieber bei Tanten oder Cousins leben. Doch die seien in vielen Fällen überfordert oder alleingelassen mit einem traumatisierten Kind. „Manche flüchten wieder aus der Obhut ihrer Familienangehörigen“, sagt Jasch.

In einem anderen Fall akzeptierte die Mutter eines jugendlichen Syrers nicht, dass er schwul ist. Der junge Mann türmte. Oft tauchen sie in Notdiensten der Hilfseinrichtungen auf, manche bleiben, andere ziehen weiter, bevor die Betreuer das Jugendamt einschalten. Es ist ein Kreislauf aus ankommen und abtauchen.

Einige landen auf der Straße, in der Obdachlosigkeit. So wie Mamadou. Hilfseinrichtungen berichten von Einzelfällen, die Opfer von Menschenhandel werden. Genaue Statistiken darüber gibt es nicht, das Dunkelfeld scheint groß.

Eine der wenigen Untersuchungen kommt 2018 zum Schluss, dass „je nach Fluchtroute zwischen 40 und 75 Prozent der geflüchteten Minderjährigen ausgebeutet werden“ – sie werden demnach zu Arbeit gezwungen, zu Sex oder zu Straftaten. Auch in Deutschland. Im Jahr 2018 liefen laut der Organisation Ban Ying hierzulande rund 150 Verfahren wegen Ausbeutung, bei denen die Opfer minderjährig sind.

Sehnsuchtsort Deutschland wird zur gefährlichen Sackgasse

Der Polizei sind Fälle bekannt, in denen Jugendliche zum Drogendealen oder Ladendiebstählen gezwungen werden. Manche landen in der Prostitution, gerade Jungen seien häufig betroffen, berichten Sozialarbeiter. Der Sehnsuchtsort Deutschland wird zur gefährlichen Sackgasse.

Wahrgenommen werden die Minderjährigen meist als Täter – selten als Opfer. Denn wer abdriftet in die Kriminalität oder die illegale Sexarbeit, der fällt als erstes der Polizei auf. Vor allem 2015 und 2016 machten einzelne in Deutschland lebende Flüchtlinge Schlagzeilen. Von „minderjährigen Intensivtätern“ war die Rede. Eine kleine Gruppe, die aber täglich mit Straftaten auffiel.

Kümmern sich die Behörden nicht, gibt es Ärger für die Polizei

„Die Jugendlichen kamen meist aus Marokko, Tunesien, einige aus Algerien. Einige dieser Jugendlichen nutzten das Chaos in den Asylbehörden und erschlichen sich einen Schutztitel“, berichtet Ulf Küch, Kriminalbeamter aus Niedersachsen, der 2015 in seinem Einsatzgebiet in Braunschweig selbst erlebte, wie die Polizei täglich ausrücken musste, um die minderjährigen Migranten zu verfolgen.

Küch hat ein Buch geschrieben, „Soko Asyl“ heißt es, in dem er sich mit Kriminalität unter Flüchtlingen befasst hat. Er sagt heute, dass sich die Lage beruhigt habe. Aber Küch hat auch eine Warnung an den Staat: „Die jungen Syrer und Iraker, von denen 2015 auch Tausende Minderjährige nach Deutschland kamen, waren anfangs meist völlig unauffällig. Erst als die Behörden sich nicht um diese besonders Schutzbedürftigen kümmerte oder sie in reguläre Asylunterkünfte schickten, drifteten einige ab in die Kriminalität.“

Jugendliche mussten sich um Therapieplätze bewerben

Es ist das, wovor auch Experten wie Tobias Klaus und Ute Jünemann warnen. Sie fordern, dass der Staat bei der Unterbringung stärker darauf achte, dass Kinder und Jugendliche in der Nähe einer Vertrauensperson sind – und weniger nach Quote verteilt würden.

Die Bundesregierung hält das bestehende Verteilverfahren auf Nachfrage dagegen für „ein sehr gut funktionierendes Instrument, um das Kindeswohl zu gewährleisten und Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Ländern sicherzustellen“. Habe ein junger Flüchtling Familie in Deutschland, werde dies „stets“ berücksichtigt. In der gleichen Antwort sieht die Regierung allerdings einen Grund für das Verschwinden und Abtauchen von minderjährigen Geflüchteten auch: die Weiterreise zu Familienangehörigen.

Einige Einrichtungen „scheuen schwierige Fälle“ wie Mamadou

Wer es in Deutschland ins System der Jugendhilfe schafft und dort bleibt, bekommt einen Vormund – und Chancen: auf Schulunterricht, auf Therapie, auf eine Wohnung. Oftmals, so berichten es Sozialarbeiter, mussten Kinder vor allem in der Hochphase der Asylkrise lange auf Therapieplätze warten. 2015 und 2016 hätten sich Jugendliche bewerben müssen für einen Platz in einer Hilfseinrichtung, sagt Sozialarbeiter Jasch. Wer freundlich war und motiviert, der bekam ein Bett.

Und obwohl manche Pädagogen derzeit fürchten, dass es in Deutschland zu wenige Flüchtlinge gibt und zu viele freie Plätze in Einrichtungen, würden sich viele noch immer scheuen, schwierige Fälle wie Mamadou aus Guinea aufzunehmen, so Jasch. Denn Mamadou kostet: Personal, Geld, Kraft und Nerven für die Menschen, die ihn betreuen.

Der junge Mann aus Westafrika hat Glück gehabt – und einen Platz in einem betreuten Wohnheim für deutsche und ausländische Jugendliche in Berlin gefunden. Mamadou lebt in einer Gemeinschaft mit anderen Deutschen und Ausländern, er soll dort lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Selbst zu kochen, mit dem Geld haushalten, zum Arzt gehen und zur Schule. Die Sackgasse Deutschland soll für Mamadou ein neuer Weg ins Leben werden.

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