Anschlag

Brand in Göttinger Ausländerbehörde – Waren Linke die Täter?

Ein Feuerwehrmann löscht im Inneren des brennenden Gebäudes: Die Räume der Ausländerbehörde wurden durch das Feuer beschädigt.

Ein Feuerwehrmann löscht im Inneren des brennenden Gebäudes: Die Räume der Ausländerbehörde wurden durch das Feuer beschädigt.

Foto: Stefan Rampfel / dpa

Brandanschlag auf die Göttinger Ausländerbehörde: Die Tat steht offenbar in Zusammenhang mit einem Besuch von Thomas de Maizière.

Göttingen. Kurz vor dem Besuch des ehemaligen Bundesinnenministers Thomas de Maizière ist in der Ausländerbehörde in Göttingen Feuer gelegt worden. Die Behörden sind sich sicher, dass es sich dabei um einen Brandanschlag handelt.

Das Feuer war in der Nacht zu Montag ausgebrochen. „Wir gehen von einem linksmotivierten Brandanschlag aus“, sagte eine Polizeisprecherin. Unklar war jedoch, wie es zu dem Feuer kam und wie hoch der entstandene Schaden ist.

Die Ermittler in Niedersachsen hielten allerdings ein am Morgen im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben für authentisch, sagte die Sprecherin. Danach steht der Anschlag im Zusammenhang mit einer für Dienstag geplanten Lesung des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière.

Regieren - Das neue Buch von Ex-Innenminister Thomas de Maizière

Die anonymen Schreiber werfen dem CDU-Politiker vor, er sei mitverantwortlich für die deutsche Flüchtlingspolitik und die Abschiebepraxis der Ausländerbehörden. De Maizière hatte eigentlich schon am 21. Oktober im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes in der Stadt lesen sollen. Die Veranstaltung zu seinem Buch „Regieren“ wurde jedoch von linken Aktivisten im Vorfeld verhindert. Die Lesung wurde verlegt.

Thomas de Maizière ist seit der vergangenen Bundestagswahl nicht mehr Regierungsmitglied. 28 Jahre war er Staatssekretär und Minister auf Landes- und Bundesebene. Kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett freute sich Ex-Innenminister De Maizière über neue Freiheiten. (dpa/ac)