Stadionbesuch

Donald Trump beim Baseball ausgebuht: „Sperrt ihn ein!“

Da war die Welt noch in Ordnung: US-Präsident Donald Trump (M.) und Ehefrau Melania bei der Ankunft im Baseball-Stadion Nationals Park in Washington. Später wurde er ausgebuht.

Da war die Welt noch in Ordnung: US-Präsident Donald Trump (M.) und Ehefrau Melania bei der Ankunft im Baseball-Stadion Nationals Park in Washington. Später wurde er ausgebuht.

Foto: JOSHUA ROBERTS / Reuters

Es sollte ein netter Ausflug aus dem Polit-Alltag werden. Doch beim Besuch eines Baseball-Spiels wurde es für Trump ungemütlich.

Berlin.  Donald Trump kam in bester Stimmung – und wurde gnadenlos ausgebuht. Als der US-Präsident bei seinem Besuch der MLB-Finalserie am Sonntagabend in Washington auf der riesigen Videoleinwand des Stadions Nationals Park zu sehen war, schallten ihm die Rufe Tausender erzürnter Baseball-Fans entgegen.

„Sperrt ihn ein!“, skandierten diese ebenso wie die Forderung nach einem Amtsenthebungsverfahren. Trump, im dunklen Anzug und mit roter Krawatte, winkte äußerlich ungerührt in die Menge.

„Sperrt sie ein“: Das war 2016 der Schlachtruf der Trump-Anhänger gegen Hillary Clinton

„Sperrt sie ein!“: Das war der Wahlkampf-Ruf der Trump-Anhänger gegen die demokratische Konkurrentin Hillary Cli hillary clinton verspottet trump mit falschem kennedy-brief nton bei der Präsidentschaftswahl 2016.

Ihr wurden – zumindest indirekt – Korruptionsvorwürfe wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten der von ihrem Mann gegründeten Clinton Foundation gemacht. Washington ist eine Hochburg der Demokraten,. Bei seiner Wahl holte Trump in dem Hauptstadt-Bezirk lediglich 4,1 Prozent der Stimmen.

Nur Stunden vorher hatte der Präsident den Tod des IS-Anführers verkündet

Nur Stunden vor seiner Fahrt zum fünften Spiel der Best-of-Seven-Serie zwischen den Washington Nationals und den Houston Astros hatte Trump den Tod von IS-Anführer und Staatsfeind Abu Bakr al-Bagdadi verkündet.

Bei seiner klein gehaltenen, aber auf Fotos dokumentierten Ankunft im Stadion strahlte der 73-Jährige, zeigte mit dem Daumen nach oben. Die späteren Buhrufe konnte er aber nicht verhindern.