Warentest

Saugroboter im Test: Welches Gerät schneidet gut ab?

Der AEG RX9-1-IBM ist einer der Testsieger der Stiftung Warentest bei Saugrobotern.

Der AEG RX9-1-IBM ist einer der Testsieger der Stiftung Warentest bei Saugrobotern.

Foto: Stiftung Warentest / dpa-tmn

Saugroboter werden immer günstiger und damit auch beliebter. Doch ob billige Modelle wirklich gut abschneiden, zeigt nun ein Test.

Berlin Die Stiftung Warentest hat Saugroboter getestet und das Ergebnis dürfte die Euphorie vieler Experten dämpfen: nur zwei von acht Modellen erhielten die Note „gut“. Vor allem in einem Punkt haben die Geräte immer noch erhebliche Defizite gegenüber regulären Staubsaugern, die von Hand bedient werden müssen.

Im Bericht der Zeitschrift „test“ (3/2019) heißt es, dass die Staubsaugerroboter zwar Schmutz auf Hartboden relativ gut entfernen, aus Teppichböden holen sie jedoch nur die Hälfte des Teststaubs. Normale Staubsauger seien dabei wesentlich gründlicher.

Eine weitere Erkenntnis des Tests: Noch immer sind relativ teure Saugroboter die besten. In dem aktuellen Versuch wurden Modelle mit Preisen von 400 bis 949 Euro getestet.

Die wichtigsten Informationen zum Saugroboter-Test in Kürze:

• Testsieger mit dem Urteil „gut“ sind Vorwerk Kobold VR300 (ca. 949 Euro) und der AEG RX9-1-IBM (ca. 620 Euro)

• Gestetet wurden auch Modelle von Miele, iRobot und Dyson

• Fünf Modelle bekamen die Note „befriedigend“, ein Modell ist „ausreichend“

Im Test wurden unter anderem die Handhabung, Saugleistung, Stromverbrauch und die Navigation bewertet.

Das TV-Magazin „Stern TV“ hatte zuletzt auch wesentlich günstigere Saugroboter – zum Beispiel von Aldi und Lidl – getestet. Allerdings wurde dazu festgestellt, dass der Test nicht wissenschaftlichen Methoden folgte. Stattdessen wurden eher Tendenzen und die Eindrücke von zwei Testfamilien abgefragt. Dabei schnitt der Saugroboter Easy Home von Aldi am besten ab. Das Gerät kostete 129 Euro.

Dem Markt mit Saugrobotern bescheinigen Beobachter ein großes Wachstum – was auch an immer günstigeren Einstiegsmodellen liegen dürfte. Dabei gibt es aber auch noch auf dem klassischen Staubsauger-Markt Innovationen. In der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ stellte im vergangenen Jahr ein Gründer beispielsweise „Catch Up“ vor. Dabei handelt es sich um einen Aufsatz für das Saugrohr, der verhindert, dass Ohrringe, Legosteine und andere kleine Gegenstände im staubigen Beutel landen. Der Investor Ralf Dümmel glaubte an das Produkt und noch nicht an den Siegeszug der Saugroboter und investierte.

Hier geht es zur „test“-Ausgabe 3/2019. (dpa/ac)