Auslandsbesuch

Steinmeier verlässt Äthiopien nach dreistündiger Verspätung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier musste in Äthiopien einige Stunden auf den Abflug warten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier musste in Äthiopien einige Stunden auf den Abflug warten.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Schon wieder hat ein Regierungsflieger gestreikt: Bundespräsident Frank-Walter ist mit drei Stunden Verspätung aus Äthiopien abgereist.

Addis Abeba.  Wieder Probleme mit einem Regierungsflieger: Aufgrund eines Defekts der Maschine „Theodor Heuss“ ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit drei Stunden Verspätung von Äthiopien nach Berlin zurückgeflogen.

Ursprünglich sollte der Rückflug um 12.50 Uhr (MEZ) starten. Aus dem Präsidialamt hieß es, bei dem Defekt handele es sich um ein „Druckluftproblem“, das auf dem Flughafen von Addis Abeba behoben werden könne.

Mitreisende Journalisten berichteten auch auf Twitter über die erneute Flugzeug-Panne.

Zahlreiche Defekte bei Regierungsfliegern in letzten Monaten

Die rund 55 Personen umfassende Delegation, die Steinmeier seit Sonntag begleitet hatte, blieb zunächst im Hotel. Steinmeier war bereits 2014 als Außenminister wegen eines Defekts am Flugzeug stundenlang in Äthiopien festgesessen.

Im Dezember musste Kanzlerin Angela Merkel ihren Flug zum G20-Gipfel unterbrechen, weil ihr Regierungsflieger ebenfalls einen Defekte hatte. In der Vergangenheit sorgten eine Reihe von Problemen mit deutschen Regierungsfliegern für Schlagzeilen. Eine Chronologie:

  • November 2018: Der Airbus A340 „Konrad Adenauer“ mit Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz an Bord kehrt auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires um - weil ein defektes Teil zwei Funksysteme lahmgelegt hat. Beide fliegen Linie nach Argentinien.
  • November 2018: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier harrt wegen eines Triebwerksdefekts der „Adenauer“ stundenlang in Südafrika aus.
  • Oktober 2018: Nagetiere knabbern bei einem Stopp in Indonesien wichtige Kabel der „Adenauer“ an. Finanzminister Scholz kehrt per Linienflug von der Tagung des Internationalen Währungsfonds zurück.
  • Juni 2018: Wegen eines Hydraulikschadens am Regierungs-Airbus steigt Steinmeier kurz vor Abflug nach Weißrussland auf eine Ersatzmaschine um.
  • Dezember 2016: Auf dem Weg nach Mali strandet Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen aufgrund eines Computerproblems bei ihrem A340 in der nigerianischen Hauptstadt Abuja - und muss dort übernachten.
  • Mai 2016: Wegen eines Risses in der A319-Cockpitscheibe hängt Steinmeier, damals Außenminister, in Litauen fest. Ein Ersatzflieger holt ihn ab. Schon zuvor hatten defekte Flieger mehrere Reisepläne empfindlich durcheinander gebracht: Er musste schon im chinesischen Changsha und in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ausharren.
  • Mai 2011: Wegen eines defekten A310-Kühlaggregats fliegt der damalige Bundespräsident Christian Wulff aus Brasilien per Linie nach Berlin.
  • März 2009: Auf ihrem Flug nach Brüssel muss Merkel wegen Überhitzung eines Triebwerks der Regierungs-Challenger unplanmäßig in Hannover zwischenlanden - und auf eine Ersatzmaschine umsteigen.

(dpa/les)