Auslandsgeheimdienst

Bericht: BND prüft Rechtsextremismus-Verdacht bei Ausbilder

Ein Politikwissenschaftler, der beim BND unterrichtet, steht unter Rechtsextremismus-Verdacht (Symbolbild).

Ein Politikwissenschaftler, der beim BND unterrichtet, steht unter Rechtsextremismus-Verdacht (Symbolbild).

Foto: Paul Zinken / dpa

Ein BND-Ausbilder soll sich in einem Buch rechtsextrem geäußert haben. Darin fordert er eine Internierung von Asylbewerbern in Lagern.

Berlin.  Der Bundesnachrichtendienst (BND) geht einem Medienbericht zufolge einem Verdacht von Rechtsextremismus bei einem seiner Ausbilder nach. Der Auslandsgeheimdienst prüfe dienstrechtliche Maßnahmen, weil der Mann in einem Buch den Bau eines Schutzwalls um Deutschland und eine Internierung von Asylbewerbern in Lagern empfohlen habe, berichten das ARD-Magazin „Kontraste“ und das Nachrichtenportal T-online.de.

Eine BND-Sprecherin sagte beiden Redaktionen weiter, das Buch gebe „ausschließlich seine persönliche Meinung“ wieder.

Mann lehrt an Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Der Politikwissenschaftler lehrt dem Bericht zufolge an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und bildet Mitarbeiter des BND aus. Im Zuge des Umzugs des BND nach Berlin solle er auch Mitarbeiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ausbilden.

Innenpolitiker von SPD, Grünen und Linken kritisierten, dass so jemand als Ausbilder in der öffentlichen Verwaltung tätig sei. (dpa)

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