Krimireihe

Wunsch-„Tatort“: ARD zeigt ersten Fall mit Til Schweiger

Til Schweiger als Nick Tschiller in seinem ersten „Tatort“-Fall „Willkommen in Hamburg“.

Til Schweiger als Nick Tschiller in seinem ersten „Tatort“-Fall „Willkommen in Hamburg“.

Foto: Marion von der Mehden / NDR/Marion von der Mehden

Auf Wunsch der Krimifans kommt der „Tatort“ am 2. August aus Hamburg. Die ARD zeigt den ersten Fall mit Til Schweiger und Fahri Yardim.

Berlin. Das wöchentliche Voting der ARD-Zuschauer für den Sonntagskrimi in der „Tatort“-Sommerpause holt am 2. August Til Schweiger auf den Bildschirm. Um 20.15 Uhr zeigt das Erste Fall Willkommen in Hamburg“, mit dem sich Schweiger als Kommissar Nick Tschiller mit Fahri Yardim als Yalcin Gümer 2013 in die Krimireihe einführten.

Typisch für die Schweiger-Fälle: Es dauert nur wenige Minuten, bis geschossen wird. Nick Tschiller stößt bei einer Wohnungsüberprüfung auf ein Versteck für minderjährige Prostituierte. Weil zeitgleich auch ein paar Zuhälter aus dem Clan-Milieu auftauchen, sind wenig später drei Mitglieder des berüchtigten Astan-Clans tot und Tschillers Kollege mit einer Schussverletzung im Krankenhaus.

Die Konsequenz: interne Ermittlungen gegen Tschiller, dubiose Vorgänge im Umfeld von Polizei und Staatsanwaltschaft, schließlich der obligatorische Alleingang des damals neuen Ermittlers, der ihn vollends ins Visier des Clans bringt.

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„Tatort“ mit Til Schweiger – Zukunft der Hamburger Reihe noch offen

Der von Schweiger im Vorfeld angepriesene Action-geladene Stil des Falls brachte dem Hamburger Ermittler-Duo im März 2013 Traumquoten ein: Mit mehr als 12,7 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 22,6 Prozent wurde „Willkommen in Hamburg“ damals so erfolgreich wie kein „Tatort“ der vorherigen 20 Jahre.

Bis heute folgten vier klassische TV-Krimis und ein Kinofilm mit den Ermittlern Tschiller und Gümer. Der jüngste Fall wurde am 5. Januar ausgestrahlt, rund 7,5 Millionen Zuschauer wollten „Tschill out“ damals sehen. Ob und wie es mit der Hamburger „Tatort“-Reihe weitergeht, ist noch offen.

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Die aktuelle Sommerpause des „Tatort“ im Ersten ist die zweitlängste in der Geschichte des Fernsehformats. Exakt 90 Tage werden in der ARD keine neuen Folgen ausgestrahlt werden. Eine längere Pause gab es für die Krimireihe, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, nur 2012. Damals dauerte sie 93 Tage. Für die insgesamt elf Sonntage vom 21. Juni bis 30. August, an denen auch in diesem Jahr Wiederholungen des „Tatorts“ geplant sind, hat sich die ARD im Jubiläumsjahr etwas besonders ausgedacht.

Zum 50. Geburtstag der Reihe veröffentlichte sie am 14. Juni unter www.DasErste.de/tatort-voting eine Liste der „50 beim Publikum besonders erfolgreichen ,Tatort’-Krimis der letzten 25 Jahre“. Die Zuschauer dürfen aus dieser Auswahl wöchentlich ihre Lieblingsfolge wählen. Das Ergebnis wird jeweils am Freitag vor dem Ausstrahlungstermin bekanntgegeben.

(ba)