ARD-Krimi

„Tatort“-Sommerpause: Zuschauer haben für Sonntag gewählt

Das sind die beliebtesten Tatort-Kommissare

Seit elf Jahren ermittelt das Portal Meedia, welche Kommissare beim Publikum am besten ankommen.

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Der „Tatort“ macht Sommerpause: Fans müssen bis September auf neue Filme warten. Für kommenden Sonntag haben sie diese Folge gewählt.

München. Das Weimarer „Tatort“-Team wird zum zweiten Mal in Folge auf dem beliebten Sendeplatz am Sonntagabend zu sehen sein. Am kommenden Sonntag, 26. Juli, strahlt das Erste um 20.15 Uhr die sechste Wunsch-„Tatort“-Wiederholung aus: Die Episode „Der treue Roy“ aus dem Jahr 2016.

Es ist das sechste Mal, dass die „Tatort“-Fans per Online-Voting aus Dutzenden Episoden aus den vergangenen 20 Jahren jede Woche neu wählen konnten. Für „Der treue Roy“ gab es 19.529 Stimmen.

Bereits am vergangenen Sonntag waren die Kommissare Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen), die in der Serie nicht nur Kollegen, sondern auch zusammen sind, in „Der kalte Fritte“ aus dem Jahr 2018 zu sehen gewesen. Damit ist das Weimarer Team gleichauf mit dem Ermittlerteam aus Münster, die auch schon in zwei Wunsch-„Tatorten“ ihren Auftritt gehabt haben. Zudem liefen jeweils eine Folge aus München und Dortmund.

In „Der treue Roy“ geht es um eine Leiche, die in einem Stahlwerk bei Weimar entdeckt wird. Die Schwester des Toten und ihr Ex kommen ins Spiel.

Der „Tatort“ ist in der Sommerpause

Die Sommerpause des „Tatort“ im Ersten ist die zweitlängste in der Geschichte des Fernsehformats. Exakt 90 Tage werden in der ARD keine neuen Folgen ausgestrahlt werden. Eine längere Pause gab es für die Krimireihe, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, nur 2012. Damals dauerte sie 93 Tage.

Die längsten Sommerpausen der Tatort-Geschichte:

  • 2012: 13 Wochen
  • 2020: 13 Wochen
  • 2014: 12 Wochen
  • 2016: 11 Wochen
  • 2017: 10 Wochen
  • 2019: 9 Wochen

„Tatort“ aus München machte den Abschluss

In der vorerst letzten Erstausstrahlung vor der Sommerpause ermittelten die Münchner Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr in der Folge „Lass den Mond am Himmel stehn“.

Nun ist noch bis zum 6. September Pause. Neue Folgen des „Polizeiruf 110“ werden weiter ausgestrahlt. Und auch „Tatort“-Fans müssen nicht völlig verzweifeln.

ARD lässt Fans über „Tatort“-Wiederholungen mitbestimmen

Denn: Für insgesamt elf Sonntage vom 21. Juni bis 30. August, an denen auch in diesem Jahr Wiederholungen des „Tatorts“ geplant sind, hat sich die ARD im Jubiläumsjahr etwas besonders ausgedacht.

Zum 50. Geburtstag der Reihe veröffentlichte sie am 14. Juni unter „DasErste.de/tatort-voting“ eine Liste der „50 beim Publikum besonders erfolgreichen ,Tatort’-Krimis der letzten 25 Jahre“.

Die Zuschauer dürfen nun aus dieser Auswahl wöchentlich ihre Lieblingsfolge wählen. Das Ergebnis wird jeweils am Freitag vor dem Ausstrahlungstermin bekanntgegeben.

Der allererste „Tatort: Taxi nach Leipzig“ wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt. Er steht aber aufgrund der Einschränkung auf das letzte Vierteljahrhundert nicht zur Wahl. Eine Auswahl von Klassikern aus den gesamten 50 Jahren zeigt die ARD dafür seit dem 26. Juni jeden Freitag um 22:15 Uhr.

„Tatort“-Wiederholungen: Schimanski steht zur Wahl

Die Experten-Website „Tatort-Fundus“ hat ausgerechnet, dass die Wiederholungen am Sonntag in den vergangenen Jahren im Schnitt nur zwei Jahre alt waren. Liebhaber der Tatort-Klassiker rund um Horst Schimanski dürften sich also über das neue „Voting-Konzept“ freuen.

Die Sommerpause des „Tatort“ an sich ist indessen kein Klassiker. Wie der „Tatort-Fundus“ berichtet, hat sich die Pause mit Wiederholungen erst seit 1996 nach und nach etabliert. Seit 2003 nehme die Zahl der Wiederholungen im Sommer zu.

Corona-Pandemie: Dreharbeiten zu neuen „Tatort“-Folgen abgebrochen

Nach der Sommerpause könnten die Probleme erst richtig losgehen. Das Coronavirus hält auch die TV-Branche in Atem. Wochenlange wurde wegen fehlender Genehmigungen nicht gedreht, das betaf auch die „Tatort“-Filme.

Während die Dreharbeiten zu einem neuen Münster-„Tatort“ mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl gar nicht erst begannen, musste die Polizei in Berlin bei Dreharbeiten zu einem neuen „Tatort“ mit Meret Becker einschreiten. Nach einer Ermahnung wurde der Dreh beendet. Auch die Dreharbeiten für den zweiteiligen Jubiläums-Krimi mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl wurden gestoppt.

Noch hat die ARD laut eigener Aussage genug neue Folgen auf Vorrat. Was passiert, wenn dieser aufgebraucht ist, lasse sich bisher nicht absehen, sagte Silvia Maric von der ARD-Pressestelle in München.