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„Tatort“: Außergewöhnlich lange Sommerpause 2020

Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer: Das neue "Tatort"-Duo im Interview

Wir trafen Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer zum Interview und sprachen mit den Schauspielern über ihren ersten Einsatz als neues "Tatort"-Ermittlerteam in Saarbrücken ("Tatort: Fleißiges Lieschen", Ostermontag, 13. April, 20.15 Uhr, Das Erste) und das Besondere ihres Duos.

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Fans des Tatort müssen sich auf eine dreimonatige Durststrecke gefasst machen. Sie dürfen aber über die Wiederholungen mitbestimmen.

München. Die Sommerpause des „Tatort“ im Ersten wird die zweitlängste in der Geschichte des Fernsehformats. Exakt 90 Tage werden in der ARD keine neuen Folgen ausgestrahlt werden. Eine längere Pause gab es für die Krimireihe, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, nur 2012. Damals dauerte sie 93 Tage.

Die längsten Sommerpausen der Tatort-Geschichte:

  • 2012: 13 Wochen
  • 2020: 13 Wochen
  • 2014: 12 Wochen
  • 2016: 11 Wochen
  • 2017: 10 Wochen
  • 2019: 9 Wochen

„Tatort“ aus München macht den Abschluss

Die vorerst letzte Erstausstrahlung steht für den 7. Juni an. Das geht aus dem angekündigten Programmablauf des Ersten hervor. Dann ermitteln die Münchner Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr in der Folge „Lass den Mond am Himmel stehn“.

Danach ist gut 13 Wochen Pause bis zum 6. September. Neue Folgen des „Polizeiruf 110“ werden weiter ausgestrahlt.

ARD lässt Fans über „Tatort“-Wiederholungen mitbestimmen

Für die elf Sonntage vom 21. Juni bis 30. August, an den Wiederholungen des „Tatort“ geplant sind, hat sich die ARD im Jubiläumsjahr etwas besonders ausgedacht.

Zum 50. Geburtstag der Reihe veröffentlicht sie am 14. Juni unter „DasErste.de/tatort-voting“ eine Liste der „50 beim Publikum besonders erfolgreichen „Tatort“-Krimis der letzten 25 Jahre“.

Die Zuschauer dürfen aus dieser Auswahl wöchentlich ihre Lieblingsfolge wählen. Das Ergebnis wird jeweils am Freitag vor dem Ausstrahlungstermin bekanntgegeben, erstmals also am 19. Juni.

Der erste „Tatort: Taxi nach Leipzig“ wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt. Er steht aber aufgrund der Einschränkung auf das letzte Vierteljahrhundert nicht zur Wahl. Eine Auswahl von Klassikern aus den gesamten 50 Jahren zeigt die ARD dafür ab dem 26. Juni jeden Freitag um 22:15 Uhr.

„Tatort“-Wiederholungen: Schimanski steht zur Wahl

Die Experten-Website „Tatort-Fundus“ hat ausgerechnet, dass die Wiederholungen am Sonntag in den vergangenen Jahren im Schnitt nur zwei Jahre alt waren. Liebhaber der Tatort-Klassiker rund um Horst Schimanski dürften sich also über das neue „Voting-Konzept“ freuen.

Die Sommerpause des „Tatort“ an sich ist indessen kein Klassiker. Wie der „Tatort-Fundus“ berichtet, hat sich die Pause mit Wiederholungen erst seit 1996 nach und nach etabliert. Seit 2003 nehme die Zahl der Wiederholungen im Sommer zu.

Diese neuen „Tatort“-Folgen laufen noch bis zur Sommerpause:

  • 17 Mai – Kölner Tatort „Gefangen“
  • 24. Mai – Stuttgarter Tatort „Du allein“
  • 1. Juni – Weimarer Tatort „Der letzte Schrey“
  • 7. Juni – Münchner Tatort „Lass den Mond am Himmel stehn“

Corona-Pandemie: Dreharbeiten zu neuen Tatort-Folgen abgebrochen

Nach der Sommerpause könnten die Probleme erst richtig losgehen. Das Coronavirus hält auch die TV-Branche in Atem. Seit Wochen wird wegen fehlender Genehmigungen nicht gedreht, das betrifft auch die „Tatort“-Filme.

Während die Dreharbeiten zu einem neuen Münstertatort mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl gar nicht erst begannen, musste die Polizei in Berlin bei Dreharbeiten zu einem neuen Tatort mit Meret Becker einschreiten. Nach einer Ermahnung wurde der Dreh beendet.

Auch die Dreharbeiten für den zweiteiligen Jubiläums- Krimi mit Mirsolav Nemec und Udo Wachtveitl wurden gestoppt.

Noch hat die ARD laut eigener Aussage genug neue Folgen auf Vorrat. Was passiert, wenn dieser aufgebraucht ist, lasse sich bisher nicht absehen, sagte Silvia Maric von der ARD-Pressestelle in München.

Vergangenen Sonntag lief indes ganz regulär eine neue Folge des Kieler Tatorts mit Axel Milberg in der Rolle des Kommissar Borowski.

darum ist der neue borowski-„tatort“ brutal und berührend