Altersgrenze

Streaming-Dienst Spotify jetzt ab 16 – Tipps für Eltern

Spotify: 6 Fakten zum Musikstreaming-Dienst

ZRO_Spotiy_Fakten

Spotify: 6 Fakten zum Musikstreaming-Dienst

Beschreibung anzeigen

Der Streaming-Dienst Spotify erhöht die Altersgrenze auf 16 Jahre. Es geht dabei um Datenschutz. Eltern sollten ohnehin aufpassen.

Berlin.  Der Streaming-Dienst Spotify ist extrem beliebt – immer mehr Menschen verabschieden sich von klassischen Tonträgern, hören ihre Musik lieber auf dem Streaming-Portal. Vorteil: Zugriff auf eine riesige Sammlung von Songs und Hörbüchern. Nachteil: Die Musik ist quasi nur gemietet.

Derzeit informiert der Dienst seine Nutzer, dass es eine Veränderung der Geschäftsbedingungen gibt. Zukünftig sei die Anmeldung bei dem Angebot nicht mehr ab 14, sondern ab 16 Jahren offiziell erlaubt. Wer noch nicht 18 Jahre alt ist, braucht aber weiterhin eine Einverständniserklärung der Eltern.

Grund laut Spotify: „Geänderte Datenschutzgesetze“. Tatsächlich ist seit einigen Wochen die Datenschutzgrundverordnung in Kraft, die regelt, welche Daten über Kinder und Jugendliche gespeichert werden dürfen. Auch WhatsApp hatte beispielsweise das Mindestalter von 13 auf 16 Jahre angehoben.

Erziehende sollten darauf achten, was Nachwuchs hört

Die Frage ist, wie heftig Spotify bei Bestandskunden kontrollieren wird. In der Regel sind die Unternehmen nicht sonderlich interessiert daran, Kunden zu verlieren. 27 Prozent der Deutschen, die das Internet nutzen, nutzen auch Streaming-Dienste wie Spotify und Apple Music, hatte eine Mittwoch veröffentlichte Studie von ARD und ZDF ergeben.

Generell nutzen viele Eltern den Streaming-Dienst, um ihre Kinder mit Hörbüchern und Musik zu bespaßen – was natürlich auch weiterhin erlaubt ist, es geht bei der Neuregelung nur um die Anmeldung.

Medienpädagogen empfehlen dabei allerdings, darauf zu achten, was der Nachwuchs hört – denn auf dem Portal finden sich auch viele ungeeignete Inhalte, etwa Songs mit expliziten Inhalten.

Nicht alle Inhalte für Jüngere geeignet

„In einigen Genres geht es verbal auch mal härter zu – gerade bei deutschen Texten ist es wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind über künstlerische Grenzen sprechen“, sagt Kristin Langer, Medienpädagogin der Medienkompetenz-Initiative „Schau Hin!“ des Bundesfamilienministeriums gemeinsam mit ARD, ZDF und TV Spielfilm.

Verbote können allerdings häufig zu einem steigenden Interesse an den Inhalten führen. „Warum Texte nicht in Ordnung sind und wann bewusst überspitzte Darstellungen genutzt werden, etwa bei manchen Rap-Songs, können Eltern mit ihren Kindern diskutieren“, erklärt Langer. (ses)

© Bergedorfer Zeitung 2019 – Alle Rechte vorbehalten.