Elektronikmesse

IFA 2018 Berlin: Samsung kündigt neue 8K-Fernseher an

Kim Hyun Suk, Vorstandsvorsitzender von Samsung Electronics, auf der IFA in Berlin.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Kim Hyun Suk, Vorstandsvorsitzender von Samsung Electronics, auf der IFA in Berlin.

Die IFA in Berlin zeigt Unterhaltungselektronik wieder in schönstem Licht. Wir berichten von den aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

Berlin.  Die Elektronikmesse IFA hat ihre Tore geöffnet. Bis zum 5. September sollen in Berlin wieder eine Fülle an technischen Innovationen präsentiert werden. Dazu gehören etwa TV-Geräte mit vielfach verbesserter Bildschirmauflösung wie die neue 8K-Fernseher-Serie von Samsung, Drohnen oder Haushaltsroboter.

Die ersten beiden Tage sind traditionell der Presse vorbehalten. Von Freitag an ist die IFA dann für sechs Tage für das Publikum geöffnet. Die Messe gilt weltweit als ein zentraler Treffpunkt der Branche. Im vergangenen Jahr waren etwa 250.000 Besucher auf das Messegelände unter dem Funkturm

Wir berichten live von der IFA 2018 in Berlin:

Donnerstag, 30. August

+++ 13.02 Uhr: Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitslücken +++

Angesichts des auch auf der IFA im Mittelpunkt stehenden Trends zur Vernetzung des Haushalts hat der Chaos Computer Club (CCC) vor Sicherheitsproblemen gewarnt. „Bei den Geräten haben wir es mit Computern zu tun, die oftmals auf billige Weise produziert wurden“, sagte CCC-Sprecher Linus Neumann der Deutschen Presse-Agentur. „Der Preisdruck in der Branche geht oft zu Lasten der Sicherheit, im Speziellen zu Lasten der Softwarequalität und der Nachsorge.“

„Verbraucher müssen in der Lage sein, auch noch in fünf bis zehn Jahren Sicherheitsupdates durchzuführen.“ Doch leider mangele es bei vielen Herstellern an dieser Nachsorge.

Konsequenz sei, dass die Nutzer entweder die Produkte ohne Updates weiterbetrieben oder diese gegen neue Geräte austauschten. „Das geht dann entweder zu Lasten der Sicherheit oder zu Lasten der Umwelt und Nachhaltigkeit.“

+++ 12.28 Uhr: Neue 8K-Fernseher von Samsung +++

Wie erwartet hat Samsung heute seine neue 8K-Fernseher-Serie angekündigt. Die Q900R-Geräte kommen in den Größen 65, 75, 82 und 88 Zoll und bieten volle 8K-Auflösung mit 7680 mal 4320 Bildpunkten. Gleichzeitig sollen die Geräte Spitzenhelligkeiten von 4000 Nits bieten und verdoppelt damit die bisher üblichen Spitzenwerte.

8K, das sei vor allem für sehr große TV-Geräte wichtig, da hier aus näherer Betrachtung selbst 4K-Bildschirme pixelig werden könnten. Das muss wohl jeder für sich entscheiden. Außerdem müssten Kunden nicht mehr warten, bis 8K-Inhalte verfügbar werden, Samsung setzt auf AI-Upscaling.

Auch in Deutschland wächst laut Marktforschern die Nachfrage nach immer größeren Geräten ab 65 Zoll Diagonale weiter. Mit 8K könne auch bei Diagonalen von 75 Zoll und größer noch ein qualitativ hochwertiges Bild dargestellt werden, sagte Leif Erik Lindner von Samsung Deutschland.

Samsung will seine Top-Modelle zum Start exklusiv über die Elektronik-Märkte von MediaMarktSaturn vertreiben. „Zunächst noch im Premium-Segment verortet, wird 8K schnell eine breite Käuferschicht erreichen“, sagte Mirko Nägele, Manager von MediaMarktSaturn.

Mittwoch, 29. August

+++ 15.59 Uhr: Panasonic mit neuen Produkten +++

Große Einblicke in die Zukunft gab es bei Panasonic – und deren Bemühungen um Hyperloop-Bahnen, selbstfahrende Autos und vernetzte Städte. Ganz konkret gab es auch auch einige Produktnews.

Brotfans dürfen sich etwa auf „Croustina“ freuen – einen Brotbackautomaten, der den Teig erst aufwendig knetet und dann, einen traditionellen Backofen nachahmend, eine optimale, knusprige Brotkruste erzeugen soll. Kostproben gabs leider keine – aber Oktober können Kunden sich für 299 Euro selbst ein Brot backen.

Auerdem wird es zahlreiche OLED-Fernseher, einen UltraBluray-Player sowie einige Audiohighlights zu sehen gehben.

Sehr spannend war außerdem die Ankündigung, mit Vodafone bei einer neuen Vernetzungsart von IoT-Geräten zusammenzuarbeiten: Dazu wird ein neue, sparsame Funktechnik genutzt, die IoT-Geräte viel effektiver vernetzt – Stichwort Low Power Wide Area (LPWA) Netzwerk. Im Herbst soll es erste TEsts mit Klimageräten geben – das könnte sehr spannend werden.

+++ 15.00 Uhr: Smarte Spülmaschine von AEG +++

Eine praktische Lowtech-Lösung bietet AEG bei seinem neuen Geschirrspüler ComfortLift: Die untere Geschirrschublade lässt sich mit Hilfe von Gasfedern leicht anheben, damit man sich beim Ein- und Ausräumen nicht so weit nach unten bücken muss. Der Rücken wird es danken.

Praktisch außerdem: ein Slider-Feld auf dem man zwischen den Polen „Quick“ und „Eco“ die Umweltfreundlichkeit nach aktueller Dringlichkeit regeln kann.

+++ 13.04 Acer macht dünnstes Laptop der Welt noch schmaler +++

Der Swift 7 ist der dünnste Computer der Welt. Er ist schmaler als ein Zentimeter und wiegt weniger als ein Kilo. Jetzt wird er noch einen Tick schmaler – dank eines um vier Milimeter kleiner gewordenen Bildschirmrahmens. Damit ist der Computer fast 15 Prozent kleiner.

+++ 11.17 Uhr: Intel kündigt neue Notebook-Prozessoren an +++

Chiphersteller Intel hat zwei neue Serien von Core-i-Prozessoren der achten Generation für Notebooks und Tablets angekündigt.

Die U-Serie (Codename Whiskey Lake) soll in Laptops herkömmlicher Bauart und Convertibles Einzug finden, während die Y-Serie speziell für extradünne Notebooks und Tablets konzipiert wurde, wie Intel im Vorfeld der Elektronikmesse IFA mitteilte.

+++ 10.27 Uhr: Siemens setzt auf vernetzte Stadt +++

Bei Siemens setzt man auf dem ifa-Stand diesmal auf das Thema „Vernetzte Stadt“. Dort hat man drei Megatrends erkannt: Urbanisierung, Individualisierung und die Digitalisierung.

Eines der Highlights: IQ500 Waschmaschtrockner: 10 Kilo Waschmaschine und 6 KG Trockner in einem. Platzsparend - wäscht und trocknet vollautomatisch. Siemens erster Vollwaschtrockner mit Vernetzung.

Eines der Küchenhighlights ist FreeInduction Plus — ein frei nutzbares Induktionskochfeld. Es ist mit 56 Mikroinduktoren ausgestattet, die erkennen, auf welchem Feld ein Topf steht und auch nur dort Energie aufwenden.

Bis zu sechs Töpfe lassen sich jetzt frei positionieren. Auf einem großen Display sieht man die Umrisse des Kochgeschirrs und kann hier individuell die Hitze einstellen.

IFA startet – Das sind die Höhepunkte der Messe:

Mit zahlreichen Formaten will die Messe der innovativen Vielfalt der Branche gerecht werden. Die IFA Next bietet erneut Platz für Technologie- und Innovations-Präsentationen etwa von Künstlicher Intelligenz und Spracherkennung in einer Halle.

Autonomes Fahren: Mit der neuen „Shift Automotive“ wollen die Veranstalter an den letzten beiden Messetagen auch das Thema autonomes und vernetztes Fahren auf die Messe bringen. Die Shift Automotive werde in Zusammenarbeit mit der Geneva International Motor Show künftig halbjährlich in Berlin und Genf veranstaltet werden, sagte IFA-Direktor Jens Heithecker.

Fernsehen: Auf der IFA in Berlin werden unter den neuesten Technologien vor allem auch Bildschirme in 8k-Auflösung zu den Stars gehören, die im Vergleich zu Full-HD 16 Mal mehr Pixel bieten.

Smartphones: War die IFA vor einigen Jahren vor allem eine Radio- und Fernsehmesse, sind in den vergangenen Jahren Smartphones in den Mittelpunkt gerückt. Samsung wird das Galaxy Note 9 zeigen und es gibt Gerüchte, dass Sony sein Xperia XZ3 präsentieren wird.

Hover-Inlineskates: Nachdem iOHawks 2015 sein Hoverboard vorgestellt hat, legt das Unternehmen jetzt nach: Mit passenden Inlineskates soll es jetzt möglich sein, mit zwölf Kilometer pro Stunde bis zu acht Kilometer durch die Straßen zu düsen. Gesteuert wird mit dem Körpergewicht.

High-Tech-Windeln: Mit dem Smartphone checken, wann man die Windel beim Kind wechseln muss? Möglich macht das jetzt das taiwanesische Unternehmen Opro9. Sensoren messen Feuchtigkeit und Temperatur in der Windel – und schicken die Daten ans Smartphone, das via App einen Windelwechsel anzeigt.

YouTube-Video zeigt IO Hawk Next

Handelskrieg bremst Erwartung nicht

Für die Unterhaltungselektronik, aber auch bei Elektro-Klein- und Großgeräten, die in diesem Jahr zum zehnten Mal auf der IFA vertreten sind, bieten sich den Herstellern aktuell gute Aussichten. Das Konsumklima befinde sich derzeit auf einem „Allzeithoch“, sagte Kamp.

Es gebe zwar negative Auswirkungen durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. Bei der Einkommenserwartung sei der Wert hierzulande aber so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Und es gebe so viele Beschäftigte wie nie.

Die Unterhaltungselektronik profitiert davon – mit Einschränkungen. Im ersten Halbjahr machte die Sparte der Consumer Electronics inklusive Komponenten, Smartphones und PCs mit 12,6 Milliarden Euro Umsatz ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.

Das Geschäft mit TV-Geräten wurde allerdings unter anderem von der Fußballnationalmannschaft gebremst: Durch deren vorzeitiges Ausscheiden aus der WM schwächte sich der erwartete Impuls auf das Einkaufsverhalten bei neuen Fernsehern spürbar ab.

Insgesamt wurden laut gfu im ersten Halbjahr drei Millionen TV-Geräte verkauft, 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sackte um 4,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ab.

Weiterer Messeraum am Gleisdreieck

Für das Jahr 2018 erwartet Kamp ein Minus von acht Prozent auf 6,5 Millionen verkaufte TV-Geräte. Stark zulegen dürften zugleich Fernseher mit OLED-Bildschirm, die mit Hilfe von Flüssigkristallen ein besonders kontrastreiches Bild bei deutlich geringerem Strombedarf wiedergeben, sowie Geräte mit Ultra-HD-Auflösung für gestochen scharfe Bilder.

Wegen des inzwischen eng gewordenen Raums auf dem Berliner Messegelände findet die Fachmesse IFA Global Markets wieder in der Station Berlin am Gleisdreieck statt. Mit „hub27“ baue die Messe jedoch unter dem Funkturm auch eine neue multifunktionale Halle, sagte Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. Das waren die Trends der letzten IFA 2017.

Die „hub27“ werde mit 15.000 Quadratmetern die größte Halle auf der Fläche werden und soll 2019 zur Verfügung stehen.

Die wichtigsten Informationen für IFA-Besucher:

Dauer: 31. August bis 5. September 2018 für alle Besucher; am 29. August findet zum ersten Pressetag bereits die Pressekonferenz zur Eröffnung statt.

Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Ort: Messegelände Berlin, Messedamm 22, 14055 Berlin

Verkehrsanbindung

Bus: 104, 139, 218, M49, X34 bis Haltestelle Messedamm/ZOB. Bus: 349 bis Haltestelle Messe Süd.

S-Bahn: Messe Süd - S5. Messe Nord/ICC - S41, S42, S46.

U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm.

Auto: Die IFA empfiehlt, öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise zu nutzen, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. (bekö/dpa)

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