Spiel um Platz drei

„Wir haben die Belgier glücklich gemacht“

St. Petersburg.  Stolz traten Belgiens Fußball-Stars die Heimreise an, um sich vom Königspaar und den Fans in Brüssel feiern zu lassen. Beim nächsten Mal will die „brillante Generation“ aber nicht mit dem bronzenen Trostpreis, sondern mit einem glänzenden Pokal nach Hause kommen.

„Wir hatten ein tolles Turnier und haben die Belgier glücklich gemacht“, befand Kapitän Eden Hazard nach dem 2:0 (1:0)-Sieg im Spiel um Platz drei gegen schwache Engländer. Mit der historischen ersten belgischen WM-Medaille um den Hals nahm der 27-Jährige gleich die nächsten Ziele ins Visier: „Wir haben eine tolle Zukunft vor uns.“ Auch Kevin De Bruyne sagte: „Vielleicht kommt der Rest bei der nächsten WM.“

Enttäuscht und ernüchtert mussten dagegen die Anhänger der „Three Lions“ nach der verpassten Medaille anerkennen: Englands Junglöwen waren in Russland noch nicht reif für den ganz großen Wurf. „Wir wollten das Turnier mit einem Erfolg abschließen. Wir sind natürlich frustriert, dass das nicht geklappt hat“, sagte Harry Kane, „aber es zeigt eben, dass wir noch lernen müssen.“ Das gilt auch für ihn, der in den wichtigen Partien torlos blieb.

Auf dem Heimflug am Sonntag von St. Petersburg nach Birmingham begann Teammanager Gareth Southgate daher gleich mit der Analyse. Das Fazit: Die Herzen der leidgeplagten Fans hatte der Weltmeister von 1966 im Sturm erobert, den Elfmeter-Fluch durch den Achtelfinal-Sieg gegen Kolumbien (4:3 i.E.) hinter sich gelassen, doch ab dem Halbfinale gegen Kroatien (1:2 n.V.) zeigte sich die (noch) fehlende Titelreife der jungen Auswahl.