Hamburg

Mit Hunt und Holtby

HSV-Kader Mittelfeldstrategen verlängern ihre Verträge

Hamburg.  Der Urlaub muss noch warten. Zweieinhalb Wochen nach dem Saisonfinale sitzt HSV-Trainer Christian Titz in seinem Büro im Volksparkstadion und führt ein Gespräch nach dem nächsten. „Ich bin in die Kaderplanung total eingespannt“, berichtet er über die Zusammenarbei mit Neu-Manager Ralf Becker: „Wir kennen und schätzen uns und teilen die selbe Spielidee.“

Eine wichtige Entscheidung für den Kader, der den HSV zurück in die Bundesliga bringen soll, ist dabei gefallen. Aaron Hunt wird einen neuen Vertrag unterschreiben. Der 31-Jährige, dessen Kontrakt nach drei Jahren am 30. Juni ausläuft, soll sich für einen Verbleib beim HSV entschieden haben. Hunt ist einer der Schlüsselspieler im Spielsystem von Titz. Der Coach hatte sich unmittelbar nach Saisonende dafür ausgesprochen, dass der Spielmacher auch in der Zweiten Liga bleibt.

Die Verhandlungen mit Hunt, der künftig rund 60 Prozent weniger verdienen soll (bisher rund 3,6 Millionen Jahresgage), hatten Chefscout Johannes Spors und Finanzchef Frank Wettstein geführt. Der neue Sportchef Becker soll die Verhandlungen finalisieren, sobald Hunt aus seinem Dubai-Urlaub zurückkehrt. Becker hatte bereits angekündigt, nicht nur mit jungen Spielern in die Zweite Liga gehen zu wollen. „Du brauchst eine gute Mischung“, so der 47-Jährige.

Nun nimmt Hunt wie zuvor schon Lewis Holtby einen beträchtlichen Gehaltsverzicht hin. Hunt soll ein Angebot von Hannover 96 ausgeschlagen haben. Ein Wechsel ins Ausland stieß beim gebürtigen Goslarer auf wenig Begeisterung.