Hamburg

„Habe mich freigeschwommen“

Sandra Völker Ehemalige Weltrekordlerin beendet Insolvenz

Hamburg. Sie musste sogar ihre Medaillen und Badeanzüge versteigern. Nun ist die einstige Weltklasseschwimmerin Sandra Völker schuldenfrei. Das seit viereinhalb Jahren währende Insolvenzverfahren ist vorzeitig beendet. „Ich bin natürlich froh und erleichtert. Ich habe mich endlich freigeschwommen“, sagt die 43-Jährige. 2013 hatte die Lübeckerin Privatinsolvenz anmelden müssen, 113 000 Euro Schulden hatte sie angehäuft. 19 Gläubiger, darunter das Finanzamt Lübeck, stimmten dem Insolvenzplan zu.

Vor allem durch die Versteigerung ihrer Medaillen, durch die allein 67 500 Euro zusammen kamen, und die zusätzliche Spende eines Gönners von 5000 Euro sei eine 36,5-prozentige Gläubigerquote erzielt worden, erklärt Insolvenzverwalterin Verena Vogt. Zum Vergleich: Bei Insolvenzverfahren in Deutschland erhalten Gläubiger durchschnittlich 2,6 Prozent ihrer Forderungen zurück.

Völker, Weltmeisterin, Weltrekordlerin und viermalige Olympiateilnehmerin, hatte bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. „Die Medaillen habe ich verloren, die Erfolge aber bleiben“, sagt die dreifache Mutter, die heute als Senioren- und Personalschwimmtrainierin sowie als Botschafterin für eine Wasserreinigungsfirma arbeitet.