TSV Schwarzenbek

Saisonstart geglückt: 5:4-Sieg in der 3. Bundesliga

Perfekte Bilanz: Moritz Spreckelsen (TSV Schwarzenbek) gewann alle seine Spiele.

Perfekte Bilanz: Moritz Spreckelsen (TSV Schwarzenbek) gewann alle seine Spiele.

Foto: Thomas Jaklitsch

Dank einer überragenden Vorstellung im unteren Paarkreuz bezwangen die Schwarzenbeker Velbert II mit 5:4.

Schwarzenbek. In der vergangenen Saison hatten die Tischtennisspieler des TSV Schwarzenbek als Tabellenletzter der 3. Bundesliga im Saisonverlauf immerhin 13 von 30 Doppeln gewonnen. Das waren mehr als die Abstiegskonkurrenten Hannover 96 und SV Siek zustande gebracht hatten. Kein Wunder, bei den Europastädtern handelt es sich um ein gewachsenes Team aus Eigengewächsen, während andere Vereine oft von aus dem Ausland eingeflogenen Profis leben.

„Die Doppel fehlen uns sehr“

Jetzt, in der neuen Saison, gibt es keine Doppel mehr, denn sie gelten als Kontaktsport. Es werden nur Einzel gespielt. Der Deutsche Tischtennis-Bund hat Angst, sonst mitten in der Saison die Regeln ändern zu müssen, falls Kontaktsport im Zuge der Corona-Pandemie wieder verboten werden würde. Damit sind die Schwarzenbeker ihrer großen Stärke beraubt. „Die Doppel fehlen uns schon sehr“, beklagt TSV-Abteilungsleiter Achim Spreckelsen. Vor dem Saisonauftakt gegen den SV Union Velbert II stellte sich also die Frage, wer für das TSV-Team in einem Duell gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten die Kohlen aus dem Feuer holen würde. Nach dem glücklichen, aber verdienten 5:3-Erfolg ist klar: Es ist das untere Paarkreuz!

Sören Wegner nervenstark

Dort erwischten Moritz Spreckelsen und Sören Wegner einen Sahnetag und gewannen alle ihre vier Partien. Vor allem Wegner bewies dabei Nervenstärke, als er gegen Karl Walter einen 0:2-Satzrückstand aufholte und noch gewann. Dem Schwarzenbeker Routinier, der in der vergangenen Saison von seinen zehn Einzeln nur zwei gewinnen konnte, dürfte dieser Erfolg einen mächtigen Schub geben.

Moritz Spreckelsen ist seit Wochen in bestechender Form, hatte schon beim stark besetzten Nordmasters in Siek einen beachtlichen dritten Platz belegt. Doch seine beiden Siege würden letztlich nicht zum Gesamterfolg reichen, wenn nicht sein Bruder Frederik oder Daniel Kleinert im oberen Paarkreuz auch zumindest einen Zähler erkämpfen würden.

Daniel Kleinert gewinnt Krimi

Das erwies sich als schwieriger als gedacht, obwohl die Gäste ersatzgeschwächt waren. Der Ägypter Youssef Abdel-Aziz durfte nicht nach Deutschland ausreisen. Dafür erwies sich der spanische Neuzugang Miguel Angel Iglesius als Punktegarant.

Zum Helden wurde schließlich TSV-Spitzenspieler Daniel Kleinert, der Velberts Nachwuchshoffnung Timotius Köchling in einem Tischtennis-Thriller nach 0:2-Satzrückstand mit 11:13, 11:13, 12:10, 15:13 und 11:1 niederrang. Leider gab es wegen Corona keine Zuschauer, die sich daran hätten erfreuen können. „Das ist schon ärgerlich“, gibt Achim Spreckelsen zu. „Aber letztlich betrifft uns das ja alle.“
TSV-Punkte:
Sören Wegner, Moritz Spreckelsen (je 2), Daniel Kleinert.