Wegen Corona

Hockey-Spieler haben nur eine Mini-Saison

Hockey TTK Sachsenwald gegen Club zur Vahr Finn Dabelstein

Hockey TTK Sachsenwald gegen Club zur Vahr Finn Dabelstein

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

TTK Sachsenwald: Fünf Wochen Vorbereitung für zwei Partien, dann ist wieder Pause angesagt. Grund hierfür ist die Corona-Pandemie.

Wohltorf. Es ist schon kurios: Fünf Wochen lang haben sich die Hockeyherren des TTK Sachsenwald intensiv auf die Wiederaufnahme der Regionalliga-Saison vorbereitet, und jetzt währt die Herbst-Spielzeit gerade mal zwei Wochenenden, bevor es dann schon wieder in die Winterpause geht.
Am Sonntag spielt der Tabellenfünfte beim Dritten Club zur Vahr Bremen (14 Uhr, Bürgermeister-Spitta-Allee), bevor dann am Freitag, 18. September, Tabellenführer Rahlstedter HTC zu Gast am Tonteich ist (20 Uhr).

Entstanden ist die Mini-Saison durch die Entscheidung des Verbandes, sämtliche Regionalliga-Spiele wegen der Corona-Pandemie erst für 2021 anzusetzen. Allerdings durften Begegnungen in den Herbst 2020 vorverlegt werden. „Leider war es sehr schwierig, Vereine zu finden, die tatsächlich jetzt schon spielen wollen“, bedauert TTK-Coach Christian Ridder. „Da ist auch viel Taktik dabei. So spielt Schlusslicht TG Heimfeld in diesem Herbst zum Beispiel gar nicht, weil sie glauben, im Frühjahr eine stärkere Mannschaft zu haben.“

Wohltorfer mussten einige Abgänge hinnehmen

Die Wohltorfer, die fünf Punkte Vorsprung auf Heimfeld haben, mussten einige Abgänge hinnehmen. Allen voran Klaas Hilmer, der zum Großflottbeker THGC gewechselt ist, um sich der Herausforderung Bundesliga zu stellen. Mittlerweile hat der 28-Jährige seine ersten beiden Partien im Oberhaus absolviert. Torhüter Malte Kamlade ist Vater geworden und hat das Team ebenso verlassen wie Niklas Boeck, der in Münster studiert, sowie die Brüder Vincent und Adrian Kock, die künftig in der Oberliga für Klipper Hamburg II auflaufen.

Kompensieren sollen das vier Neuzugänge, von denen Torwart Niklas Tanck der Königstransfer ist. Gegen Bremen fehlt er aber noch. Der ehemalige Keeper des Rahlstedter HTC und vom DTV Hannover bringt Bundesliga-Erfahrung mit. „Er ist für uns ein klares Upgrade auf dieser Position“, freut sich Ridder. Ebenfalls bereits Bundesliga-Erfahrung gesammelt hat Chris Neumann. Der 26-Jährige war in Frankfurt und beim Großflottbeker THGC aktiv und tritt nun aus beruflichen Gründen kürzer. „Er ist mega-stabil. Den kannst du auf dem Feld praktisch nicht unter Druck setzen, denn er verliert nie die Ruhe“, ist Ridder vom neuen Organisator vor der Abwehr begeistert.

Lesen Sie auch:

Nach 13 Jahren: Trainer Lutz Reiher geht in den Ruhestand

Rückkehrer Lasse Wien, der nach vier Jahren zurück am Tonteich ist, soll ebenfalls für Stabilität sorgen und seine Torgefährlichkeit aufblitzen lassen. Eher ein Wechsel auf die Zukunft ist hingegen der erst 19-jährige Stürmer Sidney Lund, der beim Club an der Alster den Sprung in den Bundesliga-Kader verpasst hat und nun beim TTK neue sportliche Ziele sucht.

Wie stark sind die TTK-Frauen ohne Sophie Tiefenbacher?

Auch die Oberliga-Damen des TTK Sachsenwald setzen am Sonntag ihre Saison mit einem Auswärtsspiel bei Klipper Hamburg II fort (16 Uhr, Eckerkamp). Danach folgen ein Heimspiel gegen Großflottbek II (20. September, 12 Uhr, Am Tonteich) sowie eine Auswärtspartie beim THK Rissen (27. September, 16 Uhr, Marschweg).

Nach sieben Siegen in sieben Partien sind die „Tontäubchen“ der Top-Favorit auf den Meistertitel und den Regionalliga-Aufstieg. Doch die große Frage ist, wie sie den Weggang von Sophie Tiefenbacher verkraften, die an etwa zwei Dritteln aller TTK-Tore beteiligt war. Im vergangenen Winter war Tiefenbacher in die Bundesliga zum Mannheimer HTC gewechselt. Die Lücke soll nun Beatrice Dechant füllen, die vom Harvestehuder THC aus der Bundesliga kommt.