Fußball-Landesliga

Sandro Schraub verlässt SV Altengamme

Liegt quer in der Luft: Sandro Schraub (im Duell mit Artur Hoppe) im Spiel des SV Altengamme gegen den VfL Lohbrügge.

Liegt quer in der Luft: Sandro Schraub (im Duell mit Artur Hoppe) im Spiel des SV Altengamme gegen den VfL Lohbrügge.

Foto: Hanno Bode

Trotz Zusage in Altengamme wechselt der treffsichere Angreifer zu einem Landesliga-Staffelkonkurrent der Vierländer.

Altengamme. Beim ersten Testspiel des SV Altengamme nach seiner 140-tägigen coronabedingten Zwangspause am vergangenen Sonntag bei Eintracht Elbmarsch (8:2) fehlte Torjäger Sandro Schraub bereits. Warum? Darüber wollten die Verantwortlichen des Vierländer Fußball-Landesligisten zunächst keine Auskunft geben.

„Kein Kommentar“, sagte Coach Jan Krey schmallippig. Der Angreifer wiegelte auf Nachfrage unserer Zeitung ebenfalls ab. „Ich bin im Moment raus, weil ich dreimal in Folge ein Gerstenkorn im Auge hatte und schon anderthalb Wochen nicht trainiert habe“, erklärte der 24-Jährige.

Der 24-Jährige wechselt zum Düneberger SV

Schon zu diesem Zeitpunkt waberten Gerüchte durch die Fußball-Szene unseres Verbreitungsgebiet, dass Schraub den SVA verlassen will. Und so ist es nun auch gekommen. Der beim Hamburger SV ausgebildete Stürmer wechselt zu Altengammes Ligarivalen Düneberger SV.

„Ich suche nach einer neuen Herausforderung“, sagte Schraub, der 2017 vom ASV Bergedorf 85 an den Gammer Weg gewechselt war. Zuvor hatte der Linksfuß im Herrenbereich beim VfL Lohbrügge, dem SCVM sowie beim SV Curslack-Neuengamme gespielt. „Ich bin Altengamme sehr dankbar und denke, dass es dort eine richtig geile Zeit war. Hoffentlich kann ich bei Düneberg an diese anknüpfen“, sagte Schraub, der nach Dassendorfs Pascal Nägele der zweite prominente Zugang beim Geesthachter Stadtteilclub ist. Schraub wohnt zudem in der Elbestadt.

In 67 Spielen 71 Tore erzielt

Bereits in der vergangenen Serie hatte Schraub vor einem Abschied beim SVA gestanden. Der Oststeinbeker SV wollte ihn verpflichten – und der Stürmer soll nicht abgeneigt gewesen sein. Er entschied sich letztlich für einen Verbleib bei den Vierländern und sorgte mit seinen 21 Saisontreffern entscheidend mit dafür, dass der SVA mit Platz drei das beste Resultat seiner Vereinsgeschichte hinlegte.

„Sandro hatte bei uns zugesagt. Wir sind aus allen Wolken gefallen und auch etwas in Schockstarre. Sein Abgang trifft uns ins Mark“, sagte Altengammes Sportlicher Leiter Philipp Mohr. Eine verständliche Sichtweise beim Betrachten von Schraubs phänomenaler Torquote: In drei Jahren beim SVA erzielte er 71 Tore in gerade einmal 67 Partien. Zudem war er nach dem Karriereende von Philipp Heitmann und dem Abgang von Philipp Zeyns (eigene Vierte) der einzige nominelle Stürmer im Kader.

Derweil frohlockte Dünebergs Trainer Dennis Tornieporth: „Genau so ein treffsicherer Stürmer hatte uns zuletzt gefehlt.“