Fussball-Oberliga

SVCN: Aufbruchstimmung nach Transfer-Offensive

Neuzugänge und Offizielle des SVCN (hinten, v.l.): Physio Sven Altefrohne, Finn Thomas, Oliver Doege, Torwart-Trainer Sven Eggers, Trainer Christian Woike. Mittlere Reihe (v.l.): Tyrone Töner, Marcel von Walsleben-Schied, Nico Loose (Medien), Manager Oliver Schubert. Vordere Reihe: Corvin Behrens, Christian Peters, Mark Hinze, Co-Trainer Ingo Carstensen. Es fehlt Luc-Noah Clasen.

Neuzugänge und Offizielle des SVCN (hinten, v.l.): Physio Sven Altefrohne, Finn Thomas, Oliver Doege, Torwart-Trainer Sven Eggers, Trainer Christian Woike. Mittlere Reihe (v.l.): Tyrone Töner, Marcel von Walsleben-Schied, Nico Loose (Medien), Manager Oliver Schubert. Vordere Reihe: Corvin Behrens, Christian Peters, Mark Hinze, Co-Trainer Ingo Carstensen. Es fehlt Luc-Noah Clasen.

Foto: Hanno Bode

Mit acht Neuzugängen geht der Blick des SV Curslack-Neuengamme vor der neuen Saison nach oben.

Curslack. Über vier Monate lang hatten die Fußballer des SV Curslack-Neuengamme wegen der corona-bedingten Zwangspause nicht gemeinsam trainieren dürfen. Und nun sprühten sie nur so vor Tatendrang, als die erste Übungseinheit in der Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison am Gramkowweg auf dem Programm stand. Coach Christian Woike bekam schnell ein Gefühl dafür, dass der eine oder andere Akteur in der prallen Mittagssonne vielleicht ein wenig zu ehrgeizig zu Werke gehen könnte.

„Es ist hier nicht gleich Champions League. Es geht erst einmal darum, reinzukommen“, sagte der 42-Jährige, bevor er sein Team in zwei Zehnergruppen einteilte und diese jeweils fünf gegen fünf spielen ließ. Der mahnenden Worte des Trainers zum Trotz war auf dem mit der Zeit brennend heißen Kunstrasen viel Feuer drin. Der Kampf um die Stammplätze im mit acht überwiegend hochkarätigen Zugängen aufgemotzten Kader ist entbrannt. „Das sieht gut aus, da ist richtig Qualität auf dem Platz“, sagte der am Spielfeldrand zuschauende Berater Torsten Henke. „Mit der Mannschaft kannst du sicher nicht Platz zehn als Ziel ausrufen“, fuhr die SVCN-Trainerlegende fort.

Schnauze voll vom Abstiegskampf

Fürwahr. Von den Namen her verfügen die Vierländer fraglos über das stärkste Aufgebot seit der Vizemeisterschaft 2014, der ein großer Umbruch inklusive eines Paradigmenwechsels gefolgt war. Statt gestandener Spieler standen fortan primär junge, entwicklungsfähige Akteure im Fokus der Vierländer. Das Resultat war ein Versinken des Clubs im grauen Mittelmaß. Zeitweilig steckte der SVCN – besonders in der abgebrochenen vergangenen Serie – sogar tief im Abstiegskampf. „Davon habe ich die Schnauze voll“, gab Präsident Hartmut Helmke unumwunden zu.

Geballte Regionalliga-Erfahrung

Nun stehen die Zeichen am Alten Bahnhof dank einer in der jüngeren Clubhistorie nie dagewesenen Transfer-Offensive auf Aufbruch. In den früheren Dassendorfern Finn Thomas und Mark Hinze (kam von BU) sowie Corvin Behrens (Westfalia Kindhaus aus Münster), Oliver Doege (Niendorfer TSV) und Christian Peters (SV Eichede) konnten fünf Akteure verpflichtet werden, die es gemeinsam auf 349 Regionalliga-Einsätze bringen. Hinzu kommt Ex-Profi Marcel von Walsleben-Schied, der unter anderem viermal in der Bundesliga und 178-mal in Liga zwei auflief. Er erhielt wie Thomas keinen neuen Vertrag mehr bei der TuS. Die Youngster Tyrone Töner (Vorwärts-Wacker Billstedt) und Luc-Noah Klasen (Eimsbütteler TV) komplettieren die Riege der Neuen.

„Wir haben gut eingekauft“, freute sich Helmke, der sich in Anbetracht der prominenten Verstärkungen sogleich die Frage gefallen lassen musste, ob der SVCN auf eine Ölquelle gestoßen sei. „Der Kader ist nicht teurer, als der in der Vorsaison“, antwortete der Vereinschef. Dass Aufwand und Ertrag in Zukunft in einem besseren Verhältnis stehen, ist Helmkes große Hoffnung. „Die älteren Spieler bringen vielleicht eine etwas andere Mentalität rein“, sagte der Präsident mit Blick auf ein Defizit des Teams der Vorsaison.

Alle Positionen doppelt besetzt

Die Blutauffrischung war fraglos notwendig, fehlten im vorherigen Aufgebot doch Spieler auf gleich mehreren Positionen, wie Woike rasch nach seinem Dienstantritt zu Jahresbeginn feststellte. Nun sind alle Positionen mindestens doppelt besetzt. Der Blick kann also zwangsläufig nur nach oben gehen. Und das tut er auch. „Bei dem Ehrgeiz, den wir hier alle an den Tag legen, wollen wir einen relativ guten einstelligen Tabellenplatz belegen“, erklärte Manager Oliver Schubert.